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DEFA - Stiftung - Vorgeschichte

Vorgeschichte der DEFA-Stiftung

Eine Marginalie der Geschichte, wer erinnert sich schon noch daran: Bereits 1990 gab es eine DEFA-Stiftung. Und was ist aus ihr geworden?

Als eine ihrer letzten Amtshandlungen verabschiedete die letzte DDR-Regierung am 25. September 1990 ein Gesetz zur Gründung der DEFA-STIFTUNG. Wenige Tage später berief der Kulturminister einen Stiftungsrat. Nach dem 3. Oktober 1990 starb diese DEFA-Stiftung einen langsamen Tod. Sie krankte an ihren Geburtsfehlern und hörte auf zu existieren, ohne dass ein exakter Todestag zu bestimmen ist.

Wegen seiner undurchsichtigen Geschäftstätigkeit und einiger dubioser Vertragsabschlüsse geriet der DEFA-Außenhandel nach der Wende 1989 in das Zentrum der Kritik der DEFA-Filmemacher. Der Kulturminister entschied im Frühjahr 1990, den DEFA-Außenhandel zu liquidieren. Das Vermögen des Außenhandels, d. h. die Auslandsrechte an DEFA-Filmen und die Immobilie Milastraße wurden durch das oben genannte Gesetz auf die DEFA-Stiftung übertragen.

Der DEFA-Stiftung von 1990 waren – wie sich in den wenigen Monaten ihrer Existenz herausstellen sollte – unüberwindliche Stolpersteine in die Wiege gelegt: 

  • Auf die Stiftung übertragen wurden die Rechte des Außenhandels, d. h. die Auslandsrechte an DEFA-Filmen. Die alten Bundesländer waren Ausland;
    Die Inlandsrechte, d. h. die Rechte für die neuen Bundesländer, verblieben bei Progress. Wie diese Konstruktion praktisch funktionieren sollte, blieb unbeantwortet;
  • Die Immobilie des Außenhandels erschien 1990 restitutionsfrei. Ein Irrtum, wie sich später herausstellte; 
  • Das DEFA-Studio für Dokumentarfilme hatte seine Verträge mit dem DEFA-Außenhandel gekündigt und sich die Auslandsrechte ihrer Filme in das Studio zurückgeholt. Mit einem aufwendigen Gutachten einer renommierten Westberliner Anwaltskanzlei hatte man sich diesen Schritt bestätigen und gleichzeitig grundsätzliche Zweifel an der Legitimität einer DEFA-Stiftung anmelden lassen;
  • Der juristische Kardinalfehler: die DDR-DEFA-Stiftung hatte den Status einer öffentlich-rechtlichen Stiftung. Das Berliner Stiftungsgesetz sah diese Rechtsform von Stiftungen in Berlin nicht vor. Eine formelle Anerkennung der DEFA-Stiftung kam deshalb nach dem 3. Oktober 1990 nicht zustande.

Die DDR-DEFA-Stiftung ist in den ersten Monaten nach der Wiedervereinigung an ihren Geburtsfehlern gescheitert.

Die Grundidee aber, die der Stiftungsgründung zugrunde lag, blieb erhalten und wurde von Treuhandanstalt und Bundesbehörden auch in den folgenden Jahren respektiert. Die Rechte an Filmen aus vier Jahrzehnten DEFA-Produktion wurden bei der Privatisierung der Studios nicht in Privathand veräußert. Die Treuhandanstalt übernahm diese Rechte und beauftragte die PROGRESS Film-Verleih GmbH als Treuhandunternehmen mit der Verwertung der Filme.

Wolfgang Klaue, Berlin 2000
Die DEFA-Stiftung-Ein Rückblick
apropos: Film 2000-Das Jahrbuch der DEFA-Stiftung; Das Neue Berlin,2000