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DEFA - Stiftung - Lang, Alexander

Lang, Alexander

Bekannt ist der Schauspieler und Regisseur Alexander Lang vor allem durch seine Theaterarbeiten auf vielen Bühnen in Berlin, München, Hamburg, Paris. In den 80er Jahre verschafft er mit seinen Inszenierungen dem Deutschen Theater Weltgeltung; heute ist er aus der gesamtdeutschen Theaterszene nicht mehr weg zu denken. Alexander Lang beginnt seine Karriere als Schauspieler, ist auch in einigen wenigen Filmen der DEFA präsent. Die Rolle des Ralph in SOLO SUNNY (1980) von Konrad Wolf zählt zu seinen wichtigsten.

Alexander Lang wird am 24. September 1941 in Erfurt geboren. Nach seiner Schulausbildung absolviert er eine Facharbeiterlehre als Plakat- und Schriftmaler. Aber er interessiert sich für Theater und Schauspiel. Mit Erfolg bewirbt er sich um einen Ausbildungsplatz an der Berliner Schauspielschule in Berlin-Schöneweide. Von 1963 bis 1966 studiert er dort, unter anderem mit Jenny Gröllmann, Renate Krössner, Walfriede Schmitt, Heidemarie Wenzel und Hermann Beyer. Das Studienjahr erlangt besondere Aufmerksamkeit mit ihrer Inszenierung "Der Schuhu und die fliegende Prinzessin" von Peter Hacks.

Nach dem Studium 1966 erhält der junge Schauspieler sein erstes Engagement vom Regisseur Wolfram Krempel am Maxim Gorki Theater. Ein Jahr später wechselt er ans Berliner Ensemble, bis er 1969 am Deutschen Theater seine Heimstätte findet. Hier erspielt er sich ein umfangreiches Repertoire. Unter anderem tritt er 1972 als Ferdinand in "Kabale und Liebe" von Friedrich Schiller vor das Publikum, agiert als Paul Bauch in Volker Brauns "Die Kipper" und gibt 1974 unter der Regie von Friedo Solter den Caliban in Shakespeares "Sturm". Alexander Lang fühlt sich in klassischen wie modernen Stücken zu hause, er spielt Heinrich von Kleist, Peter Hacks und Heiner Müller.

Schon während seiner Studienzeit steht Alexander Lang vor der Kamera. Er tritt in einer kleinen Rolle in dem Film DENK BLOß NICHT, ICH HEULE (1965) auf. Da er sich aber auf seine Theaterarbeit konzentriert, ist der Schauspieler erst Anfang der 70er Jahre wieder in DEFA-Filmen zu sehen. In der Rolf Losansky-Komödie HUT AB, WENN DU KÜSST (1971) spielt er einen jungen Ingenieur, der mit dem Beruf seiner Freundin (gespielt von Angelika Waller) nicht einverstanden ist: Sie ist Autoschlosserin. Erst als sie von zahlreichen Verehrern auf der Leipziger Messe umringt wird, läßt er sich eines besseren belehren. In LEICHENSACHE ZERNIK (1972) spielt er den jungen Kriminalanwärter Horst Kramm, der einen komplizierten Fall in Berlin der Nachkriegszeit aufklären soll. Unter dem Machtgerangel der vier Militärbehörden muß er die Frauenmorde eines Serientäters aufklären. Der spannende wie auch witzige Kriminalfilm wird besonders wegen seiner beispielhaften künstlerischen Vermittlung historischer Wahrheit, seiner überzeugenden, teilweise dokumentarischen Darstellung des Zeitmilieus gelobt. Nochmals arbeitet er mit dem Regisseur Helmut Nitzschke in dem Historienfilm DAS LICHT AUF DEM GALGEN (1976) zusammen. Hier spielt er den Franzosen Sasportas, einen Revolutionär, der mit seinen Freunden in Jamaika 1793 einen Aufstand der Sklaven organisieren soll.

In Erinnerung bleibt Alexander Lang mit seiner Rolle des Ralph in SOLO SUNNY (1980) von Konrad Wolf. Er springt als Saxophonspieler für einen Musiker in der Schlagerband von Sunny (gespielt von Renate Krössner) ein. Ralph entpuppt sich als Philosoph. Sunny verliebt sich in ihn, er schreibt ihr ein Lied. Als sie von ihm betrogen wird, nimmt sie Schlaftabletten und landet im Krankenhaus. Alexander Lang gibt den jungen Mann nachdenklich und leise, er verspricht nichts, enttäuscht aber trotzdem.

Neben seiner DEFA-Arbeit ist der Schauspieler auch für das Fernsehen der DDR tätig. Er spielt in "Eine Anzeige in der Zeitung" (1980) nach dem gleichnamigen Roman von Günter Görlich den jungen Lehrer Manfred Just, der tragisch ums Lebens kommt. Alexander Lang gibt den Pädagogen selbstsicher und extravagant, ironisch und lustig, der seine Arbeit überaus ernst nimmt und sich mit seinen Ansätzen auch gegen alte Lehrer behauptet. Der stellvertretende Direktor (gespielt von Hans Teuscher) setzt sich mit der kritischen Denkweise des Verstorbenen auseinander. Unter der Regie von Peter Vogel übernimmt Alexander Lang die Hauptrolle in dem TV-Film "Leutnant Yorck von Wartenburg" (1981), einem der ersten DDR-Filme zum deutschen Widerstand am 20. Juli 1944. Erzählt werden die Fakten aus Sicht des jungen Offizier Graf Yorck von Wartenburg, der nach der missglückten Verschwörung auf seine Hinrichtung wartet und im Traum noch einmal alles durchlebt. Der TV-Film besticht nicht nur durch das Spiel des Hauptdarstellers, sondern überzeugt auch durch seine dramatische Spannung.

Seit Ende der 70er Jahre arbeitet der Schauspieler auch als Theater-Regisseur am Deutschen Theater. Er inszeniert eine Reihe von stark diskutierten und überaus erfolgreichen Stücken, unter anderem 1978 "Horribilicribrifax" von Andreas Gryphius, 1979 "Der entfesselte Wotan" von Ernst Toller und 1983 "Die Rundköpfe und die Spitzköpfe" von Bertolt Brecht. Seine Inszenierungen verschaffen dem Theater national wie international Geltung; es gilt als berühmter Ort der Schauspielkunst und Streitlust. Anfang der 80er Jahre kommen unter seiner Leitung sieben wesentliche Arbeiten heraus. Dazu zählt unter anderem die "Trilogie der Leidenschaften", zu der "Medea" von Euripedes, "Stella" von Goethe und "Totentanz" von Strindberg gehören. Viel beachtet ist 1983 auch seine Inszenierung der "Wahren Geschichte des Ah Q" von Christoph Hein, die besonders beim jungen Publikum ein Erfolg wird.

Mitte der 80er Jahre verläßt Alexander Lang nach politischen Querellen und Auseinandersetzungen im Deutschen Theater die DDR. Er übernimmt im Januar 1987 die Leitung des Hamburger Thalia-Theaters und inszeniert später unter anderem an den Münchener Kammerspielen "In der Einsamkeit der Baumwollfelder" von Bernard-Marie Koltés. Aus der deutschen Theaterlandschaft ist der Schauspieler und Regisseur nicht mehr weg zu denken. Mehrere Jahre ist er Oberspielleiter am Berliner Schiller Theater, inszeniert unter anderem an den großen Theatern Berlins sowie in Weimar und Potsdam, in München und Paris, in Schwerin und Leipzig. Als Schauspieler ist Alexander Lang am Maxim Gorki Theater in der Rolle des Geheimrat Clausen in "Vor Sonnenuntergang" sowie am Potsdamer Hans Otto-Theater als "König Lear" zu sehen, außerdem stehen am Maxim Gorki Theater auch seinen Inszenierungen "Nachtasyl" von Maxim Gorki und "Das Wundermärchen von Berlin" von Hanns Heinz Ewers auf dem Spielplan.
Alexander Lang lebt in Berlin.

zusammengestellt von Ines Walk (www.film-zeit.de)


Filmographie

  • 1965 Denk bloß nicht, ich heule
    Darsteller
  • 1971 Hut ab, wenn Du küßt!
    Darsteller
  • 1972 Leichensache Zernik
    Darsteller
  • 1973 Gustav J. Dokfilm;
    Sprecher
  • 1976 Das Licht auf dem Galgen
    Darsteller
  • 1980 Solo Sunny
    Darsteller
  • 1980 Der Schneider von Ulm
    Trickfilm; Sprecher
  • 1985 Die Zeit die bleibt. Ein Film über Konrad Wolf
    Sprecher


TV-Filme und Aufführungen

  • 1969 Der Engel im Visier
    TV-Film, Darsteller
  • 1972 Das Märchen vom alten Arbat
    TV-Film, Darsteller
  • 1980 Eine Anzeige in der Zeitung
    TV-Film, Darsteller
  • 1981 Der Leutnant Yorck von Wartenburg
    TV-Film, Darsteller
  • 1982 Der Staatsanwalt hat das Wort
    TV-Serie, Darsteller
    Episode "Ich bin Joop van der Dalen"
  • 1983 Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen
    TV-Aufführung, Regie
  • 1985 Die Rundköpfe und die Spitzköpfe
    TV-Aufführung, Regie
  • 2003 Karate Billy kehrt zurück
    TV-Aufführung, Regie


Ausgewählte Literatur

Ernst Schumacher: Der Schuhu und die fliegende Prinzessin, Berliner Zeitung, 05.05.1966

Ingrid Seyfarth: Da ist immer die Lust am Entdecken. Über Kreativität im Inszenierungsprozeß – Gespräch mit Alexander Lang, in: Sonntag, 22.05.1983.

Manfred Funke: "Dantons Tod". Eine Dokumentation der Aufführung des Deutschen Theaters in der Regie von Alexander Lang, Berlin 1983.

o. A.: Bestes Volkstheater, "Die traurige Geschichte von Friedrich dem Großen" von Heinrich Mann im Deutschen Theater, Regie Alexander Lang, Neues Deutschland, 25.07.1984.

C. Bernd Sucher: Wie unter einem Brennglas – Ein Gespräch mit dem Ostberliner Regisseur Alexander Lang, in: Süddeutsche Zeitung, 02.05.1985.

o. A.: Werkstattgespräch mit Alexander Lang, in: Berliner Zeitung, 12.,/13.10.1985.

Ingrid Seyfarth: Spielfähigkeit des Gehirns – Gespräch mit dem Regisseur Alexander Lang, in: Sonntag, 12.01.1986.

Wilfried Mommert: Alexander Lang galt als bester "DDR"-Regisseur – Exodus ostdeutscher Künstler erreicht neuen Höhepunkt, in: Berliner Morgenpost, 04.11.1987.

C. Bernd Sucher: Mitdenken und Mitfühlen – Alexander Lang: Auch ein Plädoyer für das Stadttheater, in: Süddeutsche Zeitung, 16.03.1988.

o. A.: Tiefernst genommen und gnadenlos veräppelt, "Die Räuber" von Friedrich Schiller am Schiller-Theater Berlin, Regie Alexander Lang, in: Neues Deutschland, 26.10.1990.

Ernst Schumacher: Recken mit Schlafmütze, Nur Not mit den "Nibelungen": Alexander Lang inszenierte in Leipzig Hebbels Trauerspiel, in: Berliner Zeitung, 31.01.2001.

Frank Quilitzsch: Hamlet allein im Labyrinth, Alexander Lang hat in Weimar seinen Shakespeare-Zyklus eröffnet, in: Berliner Zeitung, 02.07.2001.

Remsi Al Khalisi: Maxim Gorkis "Nachtasyl" handelt von unserer Zukunft: Ein Gespräch mit Alexander Lang, in: Berliner Zeitung, 26.09.2003.

Ulrich Seidler: Die Revolution war ja nun schon, Mal wieder Maxim Gorki am Maxim-Gorki-Theater. Alexander Lang inszenierte "Nachtasyl", in: Berliner Zeitung, 10.10.2003.

Detlef Friedrich: Mit der Zuschaukunst bergab. Alexander Lang als König Lear in Potsdam, in: Berliner Zeitung, 16.12.2003.

Detlef Friedrich: Siehe Rehhagel! - Der Regisseur Alexander Lang im Gespräch über Berliner Kulturpolitik und das Deutsche Theater, in: Berliner Zeitung, 16.07.2004.

o. A.: "Das Wundermädchen von Berlin" - ein Schauer- und Revolutionsstück von Hanns Heinz Ewers. Das fantastische Panoptikum der Stadtgeschichte, inszeniert von Alexander Lang, wird erstmalig in Berlin aufgeführt, in: Berliner Zeitung, 31.12.2004.

Detlef Friedrich: Für Kurzweil ist gesorgt. Alexander Lang holte "Das Wundermädchen von Berlin" aus der Versenkung. Aber wozu?, in: Berliner Zeitung, 31.01.2005.

Manfred Zelt: Die Faszination des Phantastischen, Alexander Lang inszenierte Strindbergs "Traumspiel" in Schwerin, in: Schweriner Volkszeitung, 17.05.2005.






Alexander Lang in
"Denk bloß nicht, ich heule" (1965)
Foto: DEFA-Stiftung/Jörg Erkens







Alexander Lang in
"Das Licht auf dem Galgen" (1976)
Foto: DEFA-Stiftung/ Fotograf unbekannt








Alexander Lang mit Renate Krössner in "Solo Sunny" (1979)
Foto: DEFA-Stiftung/Dieter Lück