Weiß, Karl-Heinz

Karl-Heinz Weiß wird am 8. Dezember 1920 in Magdeburg geboren. Die Ausbildung zum Schauspieler erhält Weiß am Friedrich-Theater in Dessau, sein Bühnendebüt hat er 1943 in Magdeburg. Über verschiedene Stationen gelangt er 1953 nach Berlin, wo er zunächst für das Berliner Ensemble, danach für die Volksbühne tätig ist. Von 1967 an spielt er schließlich am Deutschen Theater, bis er 1990 seine Bühnenlaufbahn beendet.

Seine erste Rolle in einem Spielfilm ist ein wehrhafter Bauer in dem Historienfilm "Thomas Müntzer" (1955) von Martin Hellberg. Zwischen 1955 und 1970 ist Weiß dann ein vielbeschäftigter Darsteller, der in mehr als 50 Kino- und 100 Fernsehproduktionen zu sehen ist. Zumeist sind es allerdings mehr oder weniger profilierte Nebenrollen, die ihm übertragen werden.

Oft ist Weiß als Helfershelfer oder Amtsperson eines Regimes zu sehen, so etwa als Gestapobeamter in Hans-Joachim Kunerts "Besondere Kennzeichen: keine" (1955), als Führer der SA-Staffel in Konrad Wolfs "Lissy" (1957) oder als Parteileitungsmitglied in Frank Beyers DEFA-Klassiker "Spur der Steine" (1966). Doch er mimt auch Glücksspieler, Schaffner, Ärzte, Arbeiter und Bibliothekare – und ist dabei unter anderem in Konrad Wolfs "Goya" (1971), Kurz Maetzigs "Mann gegen Mann" (1975) und Günther Reischs "Anton der Zauberer" (1978) auf der Leinwand zu sehen.

Zu seinen wichtigsten Rollen zählen die des französischen Kommunistenführers Maurice Thorez in der politischen Filmbiografie "Ernst Thälmann - Führer seiner Klasse" (1955) von Kurz Maetzig und die des Dollwitz in dem Eisenbahner-Märchen "Das zweite Leben des Friedrich Wilhelm Georg Platow" (1973) von Siegfried Kühn.


Quelle: Deutsches Filminstitut – DIF
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