DEFA-Stiftung erwirbt Cintec-Archiv mit 2.200 Stunden historischem Filmmaterial zur deutschen Zeitgeschichte
Die DEFA-Stiftung hat am 26. Mai den Filmbestand der Cintec Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft mbH übernommen. Der Bestand dokumentiert auf 5.200 Kassetten mit ca. 2.200 Stunden Filmmaterial das Ende der DDR und das Zusammenwachsen beider deutscher Staaten von 1985 bis 2004.
Die Cintec Film- und Fernsehproduktionsgesellschaft GmbH, bereits 1973 in Berlin (West) gegründet, produzierte für öffentlich-rechtliche Sendeanstalten Dokumentationen, Nachrichten- und Magazinbeiträge zur Politik, Kultur und dem Alltag der DDR. Dabei entstanden viele Stunden Rohmaterial, die neben den politischen Ereignissen um 1989 auch den Alltag beider zusammenwachsender Staaten dokumentieren Die Sammlung umfasst Aufzeichnungen zum Fall und Abriss der Mauer, zur Währungsunion, zu Prozessen gegen DDR-Politiker und zahlreiche Zeitzeugengespräche.
Im Juli 2005 stellt Cintec seinen operativen Betrieb ein und übereignet der DEFA-Stiftung ihren Filmbestand.
Nach dem Zeitzeugen-Archiv Thomas Grimm ist der Cintec-Bestand bereits das zweite Archiv mit dem die DEFA-Stiftung ihre Sammlung erweitert und historisches Filmmaterial für die Öffentlichkeit sichert. Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung: „Das Cintec-Archiv enthält einzigartige Filmdokumente, die die Stiftung als Zeugnisse der Erinnerungskultur und als Teil des kulturelles Gedächtnis bewahren möchte.“
Die Aufnahmen liegen meist auf sendefähigem Beta-SP oder Digi-Beta Material vor und können demnächst in einer Datenbank auf der Homepage der Stiftung recherchiert werden.
Weitere Informationen, Themenliste und Fotos unter www.defa-stiftung.de
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Archiv:
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Anette Metzger, Geschäftsführerin von Cintec, übergibt Helmut Morsbach den ersten Film des Cintec-Archivs.