Wolfgang Kohlhaase


Wolfgang Kohlhaase ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Drehbuchautoren der DDR.
Er hat intensiv mit den Regisseuren Gerhard Klein, Konrad Wolf und Frank Beyer zusammengearbeitet, später selbst Regie geführt. In den kreativen Arbeitsfreundschaften entstehen einige der besten DEFA-Filme. Die Drehbücher von Wolfgang Kohlhaase zeichnen sich durch Lebensnähe aus. Der Autor beobachtet genau, zeigt in den gelungensten Fällen ungeschminkte, authentische Wirklichkeiten.

Wolfgang Kohlhaase wird am 13. März 1931 in Berlin geboren. Sein Vater ist Maschinenschlosser, seine Mutter Hausfrau. In Berlin-Adlershof besucht er die Volks- und Mittelschule. Bereits während der Schulzeit entdeckt er das Schreiben für sich. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beginnt er als Volontär und Redakteur bei der Jugendzeitschrift "Start" zu arbeiten. Später schreibt er für die "Junge Welt", dem Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend (FDJ). 1950 wird er beim DEFA-Studio für Spielfilme als Dramaturgie-Assistent angestellt. Seit 1952 arbeitet Wolfgang Kohlhaase als freischaffender Drehbuchautor und Schriftsteller.

Der Jugendfilm STÖRENFRIEDE (1953) von Wolfgang Schleif ist sein erstes verfilmtes Drehbuch. Erzählt wird die Geschichte der zwei Schüler Franz und Schorsch, die ständig Unsinn im Kopf haben. Eine Schülerin lenkt den Tatendrang der Jungen in sinnvolle Bahnen und weckt ihr Interesse für Eisbahnen. Der Film ist für den Autor eine erste Fingerübung.

Bereits mit seinem zweiten Film kommt es zur kreativen Zusammenarbeit zwischen Wolfgang Kohlhaase und dem Regisseur Gerhard Klein. Mehrfach werden beide zusammenarbeiten und zahlreiche "Berlin-Filme" inszenieren. Ihre Geschichten erzählen vom Lebensgefühl junger Leute. Sozial genau beobachten und inszenieren sie ihre Filme. Dabei orientieren sie sich am dokumentarischen Spielfilm und am italienischen Neorealismus. Das Team arbeitet mit Laiendarstellern und zeigt ungeschminkte, authentische Wirklichkeiten. Erklärtes Ziel ist es, Berlin realistisch und detailliert ins Bild zu setzen. Ihr erstes gemeinsames Werk wird der Jugend-Abenteuerfilm ALARM IM ZIRKUS (1954). Nach Vernehmungsprotokollen und Interviews entsteht die Aufbereitung einer tatsächlichen Begebenheit, die Geschichte zweier Westberliner Jungen aus ärmlichen Verhältnissen, die sich für ein krummes Geschäft anheuern lassen. Es sollen wertvolle Pferde aus dem Ostberliner Zirkus Barlay gestohlen werden. Sie verhindern den Diebstahl. Der Film wird ein Erfolg und begründet eine Serie von "Berlin-Filmen". Ihr nächster gemeinsamer Film wird die Liebesgeschichte EINE BERLINER ROMANZE (1956). Ulrich Thein spielt den arbeitslosen Westberliner Hans, der sich in das Ostberliner HO-Lehrmädchen Uschi (gespielt von Annekathrin Bürger) verliebt. Sensibel und unpathetisch schreibt der Drehbuchautor über eine Romanze in der geteilten Stadt.

Der wohl bedeutendste Beitrag der Berlin-Filme und einer der wichtigsten DEFA-Filme der 50er Jahre wird BERLIN ECKE SCHÖNHAUSER (1957). Hier wenden sich Regisseur und Drehbuchautor dem Problem der "Halbstarken" zu. Unter den U-Bahn-Bögen im Prenzlauer Berg treffen sich Jugendliche, die zu hause nicht mehr zurechtkommen. Sie stellen unbequeme Fragen, tanzen Rock'n' Roll, werden kriminell, orientieren sich an Westberlin. Als einer der Jugendlichen in einem Auffanglager ums Leben kommt, verändert sich etwas. Der Film ruft heftige Diskussionen hervor. Die Hauptverwaltung Film lehnt ihn wegen seines impressionistischen Szenariums und der negativen Darstellung ostdeutscher Lebenswirklichkeit ab. Im FDJ-Zentralrat, wo eine interne Vorführung stattfindet, wird BERLIN ECKE SCHÖNHAUSER (1957) als positives Gegenstück zu westdeutschen Halbstarken-Filmen begriffen. Nach einiger Auseinandersetzung startet der Film im August 1957 in den Kinos und hat Erfolg.

International erfolgreich wird das Arbeitsteam Kohlhaase / Klein mit dem Film DER FALL GLEIWITZ (1961). Er schildert - minutiös rekonstruiert, sachlich, distanziert - den Überfall auf den Sender Gleiwitz, der von den nationalsozialistischen Machthabern fingiert worden ist, um einen Anlaß für den Beginn des Zweiten Weltkrieges zu schaffen. Gemeinsam arbeiten Wolfgang Kohlhaase und Günther Rücker am Drehbuch, der Regisseur Gerhard Klein findet einen harten, dokumentarischen Stil, mit dem Kameramann Jan Curik wird eine kühle, geometrische Bildsprache entwickelt, die die propagandistischen Prinzipien des Nationalsozialismus erlebbar machen soll. Der Film beeindruckt durch seine experimentelle Form und gilt heute als eines der wichtigsten Werke antifaschistischer Kunst. Bei DDR-Kulturfunktionären stößt er allerdings auf Ablehnung. Ihm wird Verherrlichung vorgeworfen. Nach seiner Premiere kommt er fast nur in Programmkinos zum Einsatz. Mit dem SONNTAGSFAHRER (1963) ebenfalls in der Regie von Gerhard Klein begibt sich der Drehbuchautor wieder auf gegenwärtiges Terrain und thematisiert die Geschichten einiger Leipziger Familien, die kurz vor dem Bau der Mauer gemeinsam die Republikflucht planen.
Mitte der 60er Jahre inszenieren beide wieder einen Berlin-Film: BERLIN UM DIE ECKE (1966). Er soll an die früheren Erfolge anschließen, spielt diesmal im Arbeitermilieu. Olaf und Horst, Mitglieder einer Jugendbrigade eines großen Metallbetriebes, haben Schwierigkeiten mit den älteren Kollegen, fühlen sich nicht akzeptiert. Wieder gibt es kaum eine dramaturgische Handlung, lose sind die Szenen miteinander verknüpft, reportagehaft wird die Geschichte erzählt. Nach dem 11. Plenum des Zentralkomitees der SED wird die Arbeit an dem Film, der sich im Zustand des Rohschnitts befindet, unterbrochen. Dem Werk wird eine zu kritische Haltung im Generationskonflikt attestiert, ihm wird Pessimismus und Subjektivismus vorgeworfen. Erst 1990 kommt der Film in die Kinos.

Auch LEICHENSACHE ZERNIK (1972) soll an die Tradition der Berlin-Filme anknüpfen. Geschildert wird, basierend auf den Nachkriegserinnerungen von Kriminalkommissaren, ein Mordfall. Politische Entscheidungen im geteilten Berlin behindern die Suche nach einem Frauenmörder. Nach zehn Drehtagen erkrankt der Regisseur Gerhard Klein schwer. Er stirbt am 21. Mai 1970. Das Material wird zunächst ins Archiv eingelagert. Zwei Jahre später beenden Wolfgang Kohlhaase und der Schüler und Assistent des Regisseurs Herbert Nitzschke den Film.

Bereits ab Mitte der 60er Jahre beginnt die Zusammenarbeit von Wolfgang Kolhhaase mit dem Regisseur Konrad Wolf. Die Arbeitsbeziehung ist wiederum überaus kreativ und bringt einige der wichtigsten DEFA-Filme hervor. In ICH WAR NEUNZEHN (1968) werden autobiografische Begebenheiten des Regisseurs inszeniert. Erzählt wird vom jungen Deutschen Gregor Hecker (in seiner ersten Rolle Jaecki Schwarz), der als sowjetischer Leutnant im April 1945 in seine Heimat zurückkehrt und auf dem Weg nach Berlin die Kapitulation der deutschen Wehrmacht erlebt. Ohne Pathos, Idealisierung und Sentimentalität schildert der Film die Schrecken des Krieges. Der sehr persönliche, authentische und aufrichtige Film wird ein großer Erfolg im In- und Ausland. Nochmals greifen der Autor und Regisseur ein ähnliches Thema in MAMA, ICH LEBE (1977) auf. Hier kämpfen vier junge, deutsche Soldaten in den Reihen der sowjetischen Armee und bringen es nicht über sich, deutsche Soldaten zu töten.

Für DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ (1974) entwickelt Wolfgang Kohlhaase ebenfalls das Drehbuch. Erzählt werden einige Tage im Leben des Bildhauers Kemmel (gespielt von Kurt Böwe), wie er arbeitet, lebt, wie seine Kunst aufgenommen wird, wie er scheitert. In dem Film dominiert eine nachdenkliche Stille. In SOLO SUNNY (1980) ist es wieder eine Künstlergeschichte, die inszeniert wird. Hier fungiert Wolfgang Kohlhaase erstmals auch als Co-Regisseur. Konrad Wolf und er finden in der Schauspielerin Renate Krössner genau ihre Entsprechung der jungen Frau aus dem Prenzlauer Berg, die als Sängerin mit einer Tingeltangel-Band durch das Land reist, ihren Anspruch auf künstlerische Selbstbehauptung und Freiheit aber nicht aufgeben will. Der Film überzeugt durch eine ausgefeilte Charakterzeichnung und realistische Stimmung. Nach dem Tod von Konrad Wolf im März 1982 leitet der Autor die Herstellung eines Dokumentarfilms über seinen langjährigen Freund.

Mit dem Regisseur Frank Beyer arbeitet der Autor bei der Hermann Kant-Verfilmung DER AUFENTHALT (1982) zusammen. Ein 18jähriger Soldat steht im Warschau von 1945 unter dem Verdacht, Kriegsverbrechen an polnischen Zivilisten begangen zu haben. Der Autor destilliert aus dem zweihundert Seiten Buch eine konzentrierte Handlung, die die moralischen Gegensätze verschärft. Der Film wird für die Berlinale 1983 vorgesehen, aber auf Intervention Polens zurückgezogen. Nochmals arbeitet Wolfgang Kohlhaase mit dem Regisseur bei der erfolgreichen Komödie DER BRUCH (1989) zusammen. Wieder greift der Autor auf einen Berliner Stoff zurück, erzählt von einem authentischen Fall aus der frühen Nachkriegszeit. Der Film erzählt viele Wahrheiten über die existentiellen Nöte im Nachkriegs-Berlin, ist dabei überaus komisch und mit dem Gaunertrio Götz George, Otto Sander und Rolf Hoppe in Hauptrollen grandios besetzt.

Der Zusammenbruch der DDR beendet die Karriere des Drehbuchautors nicht. In INGE, APRIL UND MAI (1992) schildert er die Erlebnisse eines Jungen in Berlin am Ende des Zweiten Weltkriegs. Gemeinsam mit Gabriele Denecke führt er hier auch wieder Regie. Er arbeitet mit Volker Schlöndorff bei dessen DIE STILLE NACH DEM SCHUSS (2000) zusammen, in dem der Lebensweg einer in der DDR untergetauchten RAF-Terroristin bis zum Mauerfall thematisiert wird. Der Film BABY (2004) erzählt von den Niederungen eines gescheiterten Lebens. In dem Drehbuch von David Hamblyn und Wolfgang Kohlhaase ist das Schicksal der vom Unglück betroffenen Kleinfamilie Paul, Frank und Lilli der dunkle Hintergrund, vor dem ein tröstliches Wunder um so heller erstrahlt.

Zahlreich sind die Einladungen, die der Künstler durch das In- und Ausland führt. Zudem arbeitet er als Dozent und gibt Kurse über Drehbuchschreiben an verschiedenen Hochschulen des Landes. Seit den 60er Jahren schreibt er Hörspiele, wobei "Die Grünstein-Variante" zu seinen erfolgreichsten zählt. In den 70er Jahren veröffentlicht Wolfgang Kohlhaase auch Erzählungen, die er über die Jahre geschrieben hat. Der Autor ist seit 1972 Mitglied der Akademie der Künste der DDR und wird 1991 in die Akademie der Künste Berlin-Brandenburg gewählt.

Wolfgang Kohlhaase ist mit der Tänzerin und Choreografin Emöke Pöstényi verheiratet. Die Familie lebt in Berlin.

zusammengestellt von Ines Walk (www.film-zeit.de)


Filmographie

  • 1953 Störenfriede
    Drehbuch
  • 1953 Streichholzballade
    Puppentrickfilm, Drehbuch
  • 1953 Stacheltier 002: Bitte nicht stören
    Szenarium
  • 1953 Die DEFA-Rakete,
    Folge 1 Drehbuch
  • 1954 Alarm im Zirkus
    Drehbuch
  • 1954 Stacheltier 018: Der Bart ist ab
    Szenarium
  • 1954 Stacheltier 019: EINE Bären GESCHICHTE
    Szenarium
  • 1956 Eine Berliner Romanze
    Drehbuch
  • 1957 Berlin Ecke Schönhauser
    Drehbuch
  • 1959 Der schweigende Stern
    Drehbuch
  • 1961 Der Fall Gleiwitz
    Drehbuch
  • 1962 Josef und all seine Brüder
    Drehbuch
  • 1963 Sonntagsfahrer
    Drehbuch
  • 1965 Berlin um die Ecke
    Drehbuch
  • 1968 Ich war Neunzehn
    Drehbuch
  • 1970 Fisch zu viert
    TV-Film, Drehbuch
  • 1972 Leichensache Zernick
    Drehbuch
  • 1972 Turek erzählt
    Dokumentarfilm, Drehbuch
  • 1974 Der nackte Mann auf dem Sportplatz
    Drehbuch
  • 1976 Licht auf den Galgen
    Szenarium
  • 1976 Lasset das Kindlein
    TV-Film, Drehbuch
  • 1977 Konrad Wolf
    Mitwirkender
  • 1977 Ein Trompeter kommt
    TV-Film, Drehbuch
  • 1977 Mama, ich lebe
    Drehbuch
  • 1978 Der Übergang
    Drehbuch
  • 1978 Zünd an, es kommt die Feuerwehr
    Szenarium
  • 1980 Solo Sunny
    Regie, Drehbuch
  • 1982 Der Aufenthalt
    Drehbuch
  • 1984 Die Grünstein-Variante
    Drehbuch, Vorlage: Hörspiel
  • 1985 Die Zeit die bleibt. Ein Film über Konrad Wolf
    Regie-Assistenz Drehbuch
  • 1988 Der Bruch
    Drehbuch, Liedtexte
  • 1989 Das Spinnennetz
    Drehbuch
  • 1991 Begräbnis einer Gräfin
    Drehbuch
  • 1992 Inge, April und Mai
    Regie, Drehbuch
  • 1994 Die Nacht der Regisseure
    Mitwirkung
  • 1997 Der Hauptmann von Köpenick
    Drehbuch
  • 1998 Victor Klemperer - Mein Leben ist so sündhaft lang
    Regie
  • 2000 Die Stille nach dem Schuss
    Drehbuch
  • 2004 Baby
    Drehbuch

 

Auszeichnungen

1954 ALARM IM ZIRKUS
Nationalpreis III. Klasse für mit Gerhard Klein

1968 ICH WAR NEUNZEHN
Nationalpreis I. Klasse gemeinsam mit Konrad Wolf und Werner Bergmann

1974 Goethe-Preis der Stadt Berlin

1977 Nationalpreis II. Klasse.

1977 MAMA, ICH LEBE
Kunstpreis des FDGB gemeinsam mit Konrad Wolf und Werner Bergmann
1977 Prix Italia (Hörspiel) für "Die Grünstein-Variante"

1980 SOLO SUNNY
Internationales Filmfest Chicago: Goldene Plakette für das Beste Drehbuch
Nationales Spielfilmfestival der DDR Karl-Marx-Stadt: Preis für die Beste Regie gemeinsam mit Konrad Wolf.

1981 SOLO SUNNY
DDR-Kritikerpreis: Bester DEFA-Film des Jahres 1980

1981 Orden Banner der Arbeit, Stufe L

1984 DER AUFENTHALT
Heinrich-Greif-Preis gemeinsam mit Frank Beyer, Sylvester Groth
Nationales Spielfilmfestival der DDR Karl-Marx-Stadt: Preis für das Beste Szenarium

1990 Helmut Käutner Preis der Stadt Düsseldorf


Ausgewählte Literatur

Eigene Texte
Wolfgang Kohlhaase, Hermann Werner Kubsch: DIE STÖRENFRIEDE. Literarisches Szenarium, Henschel Verlag Berlin 1953.

Wolfgang Kohlhaase, Hans Kubisch: ALARM IM ZIRKUS. Literarisches Szenarium zu einem Kriminalfilm, Henschel Verlag Berlin 1954.

Wolfgang Kohlhaase, Gerhard Klein: EINE BERLINER ROMANZE, Henschel Verlag Berlin 1956.

Wolfgang Kohlhaase: Das Neue in neuen Formen gestalten, in: Deutsche Filmkunst, Nr. 10/1958.

Wolfgang Kohlhaase: Filmqualifizierte Schriftsteller - nicht nur Stofflieferanten, in: Deutsche Filmkunst, Nr. 08/1961.

Wolfgang Kohlhaase: Zum Geleit - Über Slatan Dudow, in: Filmwissenschaftliche Mitteilungen, Nr. 04/1962.

Wolfgang Kohlhaase, Karl-Georg Egel: SONNTAGSFAHRER, Eulenspiegel Verlag Berlin 1963.

Wolfgang Kohlhaase: Bewältigung der Vergangenheit, Bewältigung der Gegenwart, in: Filmwissenschaftliche Mitteilungen, Nr. 02/1965.

Wolfgang Kohlhaase: Dialektik des Lebens - Dialektik der Kunst, in: Filmwissenschaftliche Mitteilungen, Nr. 02/1965.

Wolfgang Kohlhaase: DIE BESTEN JAHRE, in: Filmwissenschaftliche Mitteilungen, Nr. 01/1966.

Wolfgang Kohlhaase: Genüsse und Erkenntnisse, in: Filmwissenschaftliche Mitteilungen, Nr. 02/1967.

Wolfgang Kohlhaase: Mädchen aus P, in: Neue Deutsche Literatur, Nr. 02/1968.


Wolfgang Kohlhaase, Konrad Wolf. ICH WAR NEUNZEHN, in: Forum, Nr. 01/1968.

Wolfgang Kohlhaase: ICH WAR NEUNZEHN. Intention und Wirkung, Akademie der Künste / Henschel Verlag Berlin 1968.

Wolfgang Kohlhaase: War es so? Gespräch über den Film ICH WAR NEUNZEHN, in: Sinn und Form, Nr. 05/1968.

Wolfgang Kohlhaase: Slatan Dudow, in: Fritz Selbmann (Hrsg.): Die erste Stunde. Porträts, Verlag Neues Leben Berlin 1969.

Wolfgang Kohlhaase, Rita Zimmer: Fisch zu viert, in: Hörspiele 9, Henschel Verlag Berlin 1969.

Wolfgang Kohlhaase: Film, Kunst und Ware, in: Ruth Herlinghaus: Wechselwirkung der Künste, Deutsche Akademie der Künste / Henschel Verlag Berlin 1970.

Wolfgang Kohlhaase: Seine Filme waren voller Poesie. Gerhard Klein zum Gedenken, in: Neues Deutschland, 01.06.1970.

Wolfgang Kohlhaase: Fragen an ein Foto, in: Neue Deutsche Literatur, Nr. 01/1970.

Wolfgang Kohlhaase: Erfindung einer Sprache, in: Sinn und Form, Nr. 03/1970.

Wolfgang Kohlhaase: Ein Trompeter kommt, in: Neue Deutsche Literatur, Nr. 02/1971.

Wolfgang Kohlhaase: Inge, April und Mai, in: Sinn und Form, Nr. 06/1971.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussionsbeitrag "GOYA". Dialog am Abend über den Film, in: Mitteilungen der Deutschen Akademie der Künste, Berlin, Nr. 04/1972.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussionsbeitrag. DER DRITTE. Dialog am Abend zum Film von G. Rücker und E. Günther, in: Mitteilungen der Deutschen Akademie der Künste, Berlin Nr. 05/1972.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussionsbeitrag, in: II. Kongreß des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR, Protokoll. Berlin 1972.

Wolfgang Kohlhaase: Vergnügen stiller Art, in: Erika Pick (Hrsg.): Das schönste Buch der Welt. Berlin, Weimar: Aufbau 1973.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussion um Plenzdorf, in: Sinn und Form, Nr. 01/1973.

Wolfgang Kohlhaase: Poesie der Arbeit. Gespräche in der Sektion, in: Erika Pick, Ulrich Dietzel: Poesie der Arbeit. Berlin, Deutsche Akademie der Künste / Henschel Verlag Berlin 1973.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussionsbeitrag. Dialog am Abend: "DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ", in: Mitteilungen der Akademie der Künste der DDR, Nr. 06/1974.

Wolfgang Kohlhaase: DER NACKTE MANN AUF DEM SPORTPLATZ, in: Aus Theorie und Praxis des Films, Nr. 01/1974.

Wolfgang Kohlhaase: Lasset die Kindlein ..., in: Neue Deutsche Literatur, Nr. 08/1974.

Wolfgang Kohlhaase: Filmmotiv, in: Berliner Schriftsteller erzählen. Berlin, Weimar: Aufbau 1976.

Wolfgang Kohlhaase: DIE GRÜNSTEIN-VARIANTE. Eine Geschichte in Erinnerung an Geschichten, die Ludwig Turek erzählt hat, in: Neue Deutsche Literatur, Nr. 12/1976.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussionsbeitrag, in: Sonntag, Nr. 20/1977.

Wolfgang Kohlhaase: MAMA, ICH LEBE, in: Film und Fernsehen, Nr. 05/1977.

Wolfgang Kohlhaase: Begräbnis einer Gräfin, in: Neue Deutsche Literatur, Nr. 06/1977.

Wolfgang Kohlhaase: Silvester mit Balzac und andere Erzählungen, Berlin, Weimar: Aufbau 1977.

Wolfgang Kohlhaase: Kleine Geschichten, in: Sinn und Form, Nr. 05/1978.

Wolfgang Kohlhaase: Ortszeit ist immer auch Weltzeit, in: Hermann Herlinghaus (Hrsg.): Aus Theorie und Praxis des Films, Nr. 01 und 02/1981.

Wolfgang Kohlhaase: Für Koni, in: Film und Fernsehen, Nr. 10/1982.

Wolfgang Kohlhaase: Diskussionsbeitrag, in: IV. Kongreß des Verbandes der Film- und Fernsehschaffenden der DDR Protokoll 1. Berlin 1983.

Fremde Texte
Georg Honigmann: Begegnung mit Wolfgang Kohlhaase, in: Sonntag, Nr. 48/1969.

Michael Hanisch: Mich interessieren generell genau gemachte Filme, bei denen ich das Gefühl habe, sie sind ... mit derselben Akribie gemacht, wie gute Prosa geschrieben ist, in: Horst Knietzsch (Hrsg): Prisma 9, Henschel Verlag Berlin 1978.

Oksana Bulgakowa, Dietmar Hochmuth: Nicht so relativierend verhalten, in: Filmspiegel, Nr. 25/1978.

Erika Pick (Hrsg.): Schriftsteller und Film. Dokumentation und Bibliographie, Akademie der Künste der DDR Berlin 1979.

Hans Richter: Gespräch mit Wolfgang Kohlhaase, in: Sinn und Form, Nr. 05/1979.

Klaus Wischnewski: Was heißt denn happy end... , in: Film und Fernsehen, Nr. 01/1980.

o.A.: SOLO SUNNY - ein Film von Wolf und Kohlhaase, in: Weimarer Beiträge, Nr. 06/1980.

Cornelia Molle: Wolfgang Kohlhaase, in: Deutsch als Fremdsprache, Sonderheft 1981.

Hannes Schmidt: Er suchte die Poesie, die in den Dingen steckt, in: H. S.: Werkstatterfahrungen mit Gerhard Klein. Aus Theorie und Praxis des Films, Nr. 02/1984.

Peter Gugisch: Wolfgang Kohlhaase, in: Literatur der Deutschen Demokratischen Republik. Einzeldarstellungen, Band 3, Volk und Wissen Verlag Berlin 1987.

Willi Karow: Wolfgang Kohlhaase. Ein Drehbuchautor, der sich einmischt, in: Journal Film, 18/1989.

Christel Berger: Mit dem Sinn des Berliners. Wolfgang Kohlhaase wird heute 60 Jahre alt, in: Berliner Zeitung, 13.03.1991.

Rainer Tittelbach: Umbewertung der Kindheit. Gespräch mit Wolfgang Kohlhaase, Autor von "Begräbnis einer Gräfin", in: Die Welt, 04.01.1992.

Christa Maerker: Wolfgang Kohlhaase, in: epd-Film, 04/1993.

Elisbath Wehrmann: April, Mai – und dann das Leben. Im NS-Staat geboren, Filmautor geworden in der DDR: Wolfgang Kohlhaase sucht mit neuem Film ein neues Publikum, in: Die Zeit, 16.07.1993.

Klaus Wischnewski: Man möchte sich ja ab und zu wundern. Wolfgang Kohlhaase zum Fünfungdsechzigsten, in: Neues Deutschland, 13.03.1996.

Regine Sylvester: Arme Hunde und die Weisheit der Gesetzte. Im Gespräch mit dem Drehbuchautor Wolfgang Kohlhaase über den "HAUPTMANN VON KÖPENICK", in: Berliner Zeitung, 19.04.1997.

Marlis Menge: "Nach links muß man klettern"…nach rechts kann man rutschen – ein Filmautor auf der Suche nach seinem Publikum, in: Die Zeit, 27.08.1998.

Herbert Riehl-Heyse: Schulterschluss und Schulterzucken. Ein Drehbuchautor und seine deutsch-deutsche Karriere, in: Süddeutsche Zeitung, 07.12.1999.

Fritz Göttler: Das Tor war nie offen. Volker Schlöndorf und Wolfgang Kohlhaase über Kartoffeln, Ideen und Terroristinnen, in: Süddeutsche Zeitung, 14.09.2000.

Susanne Leinemann, Hanns-Georg Rodek: "Die RAF war ein bisschen wie Kino" – Richtige Fragen, falsche Antworten: Der Autor Wolfgang Kohlhaase über den DDR-Blick auf den westdeutschen Terrorismus, in: Die Welt, 14.09.2000.

Claus Löser: "Ich verstehe Inge Viett". Wie frei darf man Leben verfilmen? Ein Interview mit Wolfgang Kohlhaase, dem Drehbuchautor von DIE STILLE NACH DEM SCHUSS, in: Die Tageszeitung, 17.02.2000.

Susanne Bernhardt: Es wurde schnell geschossen, von allen Seiten – Im Gespräch: Wolfgang Kohlhaase über die Arbeit an DIE STILLE NACH DEM SCHUSS und seine Erfahrungen als Drehbuchautor gestern und heute, in: Freitag, 05.09.2000.

Martin Mund: Keine Chancen für Ausrufezeichen. Wolfgang Kohlhaase feiert heute seinen 70. Geburtstag, in: Neues Deutschland, 13.03.2001.

Werner Stötzer: Ein Gruß an Wolfgang Kohlhaase, in: Neues Deutschland, 13.03.2001.

Regine Sylvester: "Hier spricht Herr Kohlhaase!". Wie ein Berliner Drehbuchautor und Erzähler seit seiner Jugend Filme und sich einen Namen gemacht hat, in: Berliner Zeitung, 13.03.2001.
Sei: Gut außer Tritt. Wolfgang Kohlhaase wird siebzig, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2001.