Förderpreis für Matthias Luthardt

Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 11. Internationalen Filmfestival „Schlingel“ für Kinder und junges Publikum in der Kategorie „Blickpunkt Deutschland“ ging in diesem Jahr an den Film „Pingpong“ von Matthias Luthardt.

„Pingpong“ erzählt die Geschichte des 16jährigen Paul. Traumatisiert durch den Selbstmord seines Vaters taucht er unangemeldet in der scheinbar glücklichen Familie seines Onkels Stefan auf. Doch das Familienleben um Tante Anna stellt sich keineswegs als harmonisch und als Zufluchtsort geeignet heraus. Geredet wird kaum, stattdessen spielt man Pingpong. Matthias Luthardts auf wenige Charaktere und Drehorte konzentrierte Handlung entfaltet sich in langen ruhigen Einstellungen und zeigt glaubwürdig die psychologische Entwicklung der Figuren in einer gefühlsleeren Welt.
Matthias Luthardt, Jahrgang 1972, studierte an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“ Potsdam-Babelsberg von 1998 bis 2005 Regie. „Pingpong“ ist sein Abschlussfilm.