
Der mit 4.000 Euro dotierte Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 32. Filmfestival Max Ophüls Preis ging in diesem Jahr an
Samira Radsi für ihren Film
"Anduni – Fremde Heimat“.
Allein das Studium erlaubte es Belinda, entgegen der starren Konventionen ihres armenischen Elternhauses unverheiratet auszuziehen. Nun genießt sie ihre gewonnene Unabhängigkeit mit ihrem Freund Manuel. Als plötzlich ihr Vater stirbt, wird ihr bewusst, wie fremd und gleichzeitig nah ihr die eigene Familie ist. Um ihrer Mutter zu helfen, beschließt Belinda, sich um die Erbschaftsangelegenheiten zu kümmern. Somit gerät sie zunehmend in Berührung mit ihrer armenischen Familiengeschichte und begibt sich auf die Suche nach der eigenen Identität.
Mit kraftvollen Bildern und einer experimentellen Kameraführung erzählt Samira Radsi die tragikomische Geschichte einer zwischen ihren armenisch-türkischen Wurzeln und der eigenen Selbstverwirklichung stehenden Frau. Sensibel thematisiert sie die Schwierigkeit, zwei unterschiedliche Kulturen miteinander zu vereinbaren, aber auch den Mut zur Veränderung, den man braucht, um seinen Platz im Leben zu finden.