Der Förderpreis der DEFA-Stiftung in Höhe von 4.000 Euro auf dem 31. Filmfestival Max Ophüls Preis 2010 in Saarbrücken geht an Jessica Hausner für ihren Film "Lourdes“.
Aus der Laudatio:
„Lourdes“ ist in mehrfacher Weise ein berührendes Filmerlebnis. Er ist die realistische Bestandsaufnahme alltäglichster Vorgänge in einem Wallfahrtsort und zugleich das stille und präzise Nachdenken über menschliche Grundbefindlichkeiten. Mit distanzierten Blick setzt sich die junge Regisseurin Jessica Hausner auf eine sehr bemerkenswerte Weise und mit einer eigenwilligen Filmsprache mit den Themen Leid, Sehnsucht, Wunder, Vergänglichkeit, Hoffnung und Glaube auseinander. Meisterhaft führt sie ihre Schauspieler unter denen Sylvie Testud als zerbrechliche junge Frau im Rollstuhl trotz ihrer bewundernswerten Leistung dennoch nur eine von mehreren gleichwertigen Figuren in der Pilgergruppe bleibt. Eine poetische, humorvolle Parabel über Menschen, die ihre gemeinsame Sehnsucht nach einem geglückten Leben miteinander verbindet.
Der dritte Langfilm von Regisseurin Jessica Hausner ist eine österreichisch-deutsche Koproduktion und erzählt die Geschichte einer Reisegruppe im berühmten Wallfahrtsort Lourdes, während der eine gelähmte junge Frau überraschend körperliche Heilung und momentanes Glück erfährt.