„flüstern und SCHREIEN“ auf dem Berliner Alexanderplatz

Eröffnung der Filmreihe „20 Jahre Mauerfall: Geteilte Vergangenheit – Gemeinsame Geschichte“ am 8. Mai

19 Uhr: Musik + Lesung Freya Klier und Stephan Krawczyk
20 Uhr: Filmgespräch mit Dieter Schumann, Jan Josef Liefers, Jörg Stempel u.a.; Moderation: Angela Fritzsch, rbb
21 Uhr: Hauptfilm "flüstern und SCHREIEN"

Der Progress Film-Verleih, Icestorm Entertainment und defa-spektrum werden mit Förderung der Stiftung zur Aufarbeitung der SED Diktatur und der DEFA-Stiftung in diesem Jahr eine Filmveranstaltungsreihe unter dem Titel "20 Jahre Mauerfall: Geteilte Vergangenheit - Gemeinsame Geschichte" durchführen. Von Mai bis November wird es fünf öffentliche Filmveranstaltungen mit verschiedenen thematischen Schwerpunkten in den Städten Berlin, Leipzig und Bonn geben. Dabei kommen spannende und eher selten gesehene DEFA-Magazinbeiträge, Kurz- und Langfilme von Progress und defa-spektrum zum Einsatz, ergänzt werden die Filmvorführungen durch Gespräche sowie Lesungen, Konzerte oder künstlerische Darbietungen.

Der große Auftakt wird am 8. Mai zum Thema „Rebellion gegen die Enge - die subversive Kraft der Musik“ in Kooperation mit der Robert-Havemann-Gesellschaft auf dem Alexanderplatz in Berlin ausgerichtet.

Als Hauptfilm wird der DEFA-Film „flüstern und SCHREIEN“ von Dieter Schumann über ostdeutsche Musikbands wie Feeling B, Silly und Sandow zu sehen sein. Ein Rock-Report, der den Verdruss Jugendlicher am Vorabend der 1989er Ereignisse spüren lässt.

Mitglieder von Feeling B, der ersten Punkband im Osten, gründeten später die Band Rammstein, die noch immer international erfolgreichste Band mit deutschen Texten. Die Band "Silly" ist aktuell mit der neuen Frontfrau Anna Loos äußerst erfolgreich.

Die Havemann-Gesellschaft eröffnet an diesem Wochenende ihre Openair-Ausstellung. Am Abend wird es eine Musikperformance und ein Filmgespräch geben. Unter den Gästen wird Regisseur Dieter Schumann sein.  

Der Film "flüstern und SCHREIEN"

Regisseur Dieter Schumann, der selbst als Jugendlicher leidenschaftlicher Musikfan war, wollte mit dem Film das Lebensgefühl und die Protesthaltung der Jugendlichen zum Ende der DDR zeigen. Ihm ging es um die Kluft zwischen gesellschaftlichem Anspruch und tatsächlichem Alltag. Jugendliche haben sich über das Medium Musik gegen die verstaubten Zustände gewendet und konnten ein Gefühl der Freiheit leben. Zugleich war das Genre Musikfilm für Schumann auch die Möglichkeit, die Produktion überhaupt umsetzen zu können. Während der Abnahme des Filmes gab es etliche Diskussionen über heikle Szenen. Die Premiere fand im Oktober 1988 im Berliner Colosseum statt, das Kino war wochenlang ausverkauft. Der Film erzielte fast 1 Million Zuschauer und erreichte Kultstatus. Im Jahr des Mauerfalls zeigte die Berlinale den Film in ihrem Programm.
Auch heute hat der Dokumentarfilm seine eigene Fangemeinde.

Für Interviewanfragen und Bildmaterial wenden Sie sich bitte an:

Nicole Stelzner: 030/24003-471; n.stelzner@progress-film.de
Barbara Löblein: 030/24003-473, b.loeblein@progress-film.de