4. DEFA-Newsletter Mai 2004

 

Norbert Vogt

Tagung des Stiftungsrates
Auf seiner ganztägigen Sitzung am 18. Mai wählte der Stiftungsrat zu seinem neuen Vorsitzenden Herrn Norbert Vogt, Ministerialrat bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Zu seinem Stellvertreter wurde der Filmpublizist und bisherige Direktor des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm Fred Gehler benannt.
Der Stiftungsrat nahm den Geschäftsbericht der Stiftung und den Bericht des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2003 zustimmend zur Kenntnis. Er ließ sich über die Entscheidungen des Förderausschusses informieren und diskutierte Inhalte des Tätigkeitsberichts des Vorstands für den Zeitraum Januar bis April 2004. Der Stiftungsrat stimmte dem Erwerb des 2400 Stunden umfassenden Archivs von Zeitzeugen TV zu. In den kommenden zwei Wochen werden die Schlussverhandlungen abgeschlossen.
Der für drei Jahre neugewählte Stiftungsrat dankte noch einmal ausdrücklich den früheren Mitgliedern des Ausschusses, insbesondere Roland Gräf für seine engagierte Arbeit als stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates. Abschlussarbeit über Förderung in der DEFA-Stiftung.

 
 

Förderausschuss der DEFA-Stiftung vergibt 227.691 Euro
Am 17.Mai hat der Förderausschuss der Stiftung in seiner ersten von zwei Entscheidungsrunden in diesem Jahr Fördermittel in Höhe von 227.691 € ausgelobt. Von 38 Anträgen zur Projektförderung wurden 29 mit einer Summe von 108.691 € und von 56 Stipendienanträgen 16 mit einer Summe von 119.000 € bewilligt. Insgesamt sind in dieser Förderrunde 94 Anträge mit einer Antragssumme von 770.936,92 € eingegangen. Damit ist das Antragsvolumen gegenüber 2003 deutlich gestiegen.
Mitglieder des Förderausschusses sind Evelyn Schmidt, Dr. Sylvia Völzer, Hedda Gehm, Ralf Kukula und Fred Gehler. Der nächste Einreichtermin ist der 30. September 2004. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der DEFA-Stiftung:
www.defa-stiftung.de

 

 

Till Endemann

Förderpreis der DEFA-Stiftung in Schwerin verliehen
Erstmals vergab die DEFA-Stiftung auf dem FilmKunstfest Schwerin am 9. Mai 2004 einen Förderpreis. Der Preis ging an den Film „Mondlandung“ von Till Endemann. Der Film beobachtet mit großem Verständnis und dokumentarischer Nähe die Orientierungssuche einer russischen Einwandererfamilie. Er überzeugt in seiner inhaltlichen Konsequenz, durch seine Kraft stilistischer Mittel und durch die besondere Authentizität russischer Dialoge. Till Endemann, Jahrgang 1976, beendete 2002 sein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg in der Abteilung Dokumentarfilm-Regie. Neben mehreren Kurzfilmen und zwei Dokumentarfilmen „Die alten Männer und das Meer“ (2000) und „Rückkehr in den Dschungel“ (2002) ist „Mondlandung“ sein Spielfilmdebut.
Der Förderpreis wird als Stipendium in Höhe von 4000 € vergeben. Bei besonders innovativen filmkünstlerischen Vorhaben ist eine Erhöhung des Stipendiums durch den Förderausschuss der Stiftung nach Einreichung eines Förderantrags möglich.

 

 

Gespräch mit dem Vorstand der DEFA-Stiftung im FAB
Professor Jürgen Haase wird mit dem Vorstand der DEFA-Stiftung, Helmut Morsbach, auf dem Berliner Sender FAB ein Interview führen. Themen sind die Erhaltung des DEFA-Filmerbes, seine Publizierung und Darstellung in der Öffentlichkeit. Das Interview wird im Juni auf dem Berliner Sender FAB zu sehen sein. Filmfestspiele in JenaVom 19. bis 23. Mai fanden im Jenaer Volkshaus die 62. Deutschen Film-Festpiele (DAFF) des nichtkommerziellen Films statt. 57 Filme waren im Wettbewerb um den DAFF-Obelisken zu sehen. Neben dem Wettbewerb fanden Gesprächsrunden mit Fachleuten von Film und Fernsehen statt. Veranstalter ist der Bund Deutscher Filmamateure e.V. (BDFA) und Ausrichter ist VIDEOaktiv JENA e.V.. Das Filmfest fand mit finanzieller Unterstützung der DEFA-Stiftung statt.  http://www.daff-2004.de

 

 

"Schlagt ihn tot, den Hund"

Schlagt ihn tot, den Hund
Unter diesem Titel äußern sich Film- und Theaterrezensenten der DDR zu Kunstkritik. In 12 Interviews fahnden die Herausgeber Ingeborg Pietzsch und Ralf Schenk nach Antworten auf viele ungestellte Fragen.
Die Zeitzeugengespräche mit Fred Gehler, Renate Holland-Moritz, Rosemarie Rehahn, Jutta Voigt, Margit Voss, Klaus Wischnewski sind mit finanzieller Unterstützung der DEFA-Stiftung entstanden. Der 240-seitige Band ist beim Parthas Verlag erschienen und im Buchhandel für 19,80 € erhältlich (ISBN 3-936324-07-7).

 

 
Andreas Dresen Werkschau nach Bologna auch in Ferrara
Die im April 2004 in Bologna gezeigte Werkschau mit Titeln von Andreas Dresen wurde aufgrund ihres Erfolges auch im italienischen Ferrara gezeigt.
Andras Dresen
(Foto: Paolo Righi, Andrea Samartani)
   

Winnetou und sein roter Bruder
Die Ausstellung „Winnetou und sein roter Bruder – Indianerfilme in der BRD und der DDR“ ist jetzt nach Stationen in Frankfurt und Chemnitz vom 30. Mai bis 17. Oktober im Kultur- und Stadthistorischen Museum Duisburg zu sehen. Die Ausstellung wird mit Unterstützung der DEFA-Stiftung gezeigt.

"Ulzana"
 

Personalia
Frau Manja Meister, den News-Lesern schon aus der Umfrage zu den Fördermaßnahmen der DEFA-Stiftung bekannt, ist bis 30. April 2005 für die Stiftung tätig. Sie wird sich vor allem der Zusammenführung von Unterlagen zur Rechtedokumentation widmen und den Einsatz von Praktikanten koordinieren.

Manja Meister

Praktikanten gesucht
Wer die interessanten und vielseitigen Aufgaben der DEFA-Stiftung kennen lernen möchte, kann ein mehrwöchiges Praktikum in der Stiftung absolvieren. Interessenten melden sich bitte mit kurzem Bewerbungsschreiben und Lebenslauf:
DEFA-Stiftung, Chausseestraße 103, 10115 Berlin.

 

Büro der DEFA-Stiftung zieht um
Vor allem bauliche Unzulänglichkeiten im Keller und Erdgeschoss machten den Umzug des Büros kurzfristig notwendig. Im gleichen Gebäude geht es zukünftig mit dem Fahrstuhl in das 4. Obergeschoss, wo sich die neuen Räume befinden. Anschrift und Telefon- bzw. Faxnummer bleiben erhalten. Im nächsten Newsletter werden wir ausführlich berichten.