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DEFA - Stiftung - 5. Newsletter 2004

5. DEFA-Newsletter Juni 2004



Thomas Grimm,
Helmut Morsbach

 

Ankauf Zeitzeugenarchiv
Am 11. Juni 2004 unterzeichneten Thomas Grimm, Geschäftsführer von Zeitzeugen TV, und Helmut Morsbach, Vorstand der DEFA-Stiftung, die Verträge zum Erwerb des Zeitzeugen Archivs Thomas Grimm. Feierlich überreichte Thomas Grimm die erste Aufnahme, mit der er 1987 sein Archiv begründete, an die Stiftung. Umseitig finden Sie die von der Stiftung am 21. Juni herausgegebene Pressemeldung.

 

 

Förderrichtlinien präzisiert
Am 17. Mai hat die DEFA-Stiftung die Förderrichtlinien präzisiert, um so das Verfahren sowohl für die Antragsteller als auch für die Stiftung weiter zu vereinfachen. Die neuen Richtlinien sind auf der Homepage unter dem Punkt Förderung einzusehen.

 

Deutscher Filmpreis
Die DEFA-Stiftung beglückwünscht alle Gewinner Deutscher Filmpreise, insbesondere Fatih Akin für die Ehrung mit fünf Auszeichnungen. Akin war 2002 Preisträger der DEFA-Stiftung.
Die DEFA-Stiftung freut sich auch mit Bernd Sahling, einem Regisseur mit „DEFA-Wurzeln“, der eine Lola für seinen berührenden Film „Die Blindgänger“ in der Kategorie Kinder- und Jugendfilm erhielt.

Deutscher Filmpreis
 

CineGraph Babelsberg
Mit Förderung der DEFA-Stiftung ist der neue Band der Filmblatt-Schriften „Im Dienst der Werbung – Die Boehner-Film 1926 – 1967“ von André Eckardt bei CineGraph Babelsberg erschienen. Auf 160 Seiten wird die Geschichte der Boehner-Film dargestellt, die über 2000 Werbe-, Industrie- und Kulturfilme hergestellt hat. Der Band ist für 14 € im Buchhandel erhältlich.
ISBN 3-936774-01-3

 

 

Zeitzeugengespräch mit Horst Pehnert
In der von der DEFA-Stiftung in Auftrag gegebenen Reihe „Zeitzeugengespräche“ hat Ralf Schenk am 23. März 2004 ein 212-minütiges Gespräch mit Horst Pehnert, dem stellvertretenden Minister für Kultur der DDR und Leiter der Hauptverwaltung Film von 1976 bis 1990, geführt. Der nicht uninteressante, teilweise zum Widerspruch herausfordernde Beitrag gibt aus Sicht des stellvertretenden Ministers für Kultur der DDR noch einmal Einblick in die Arbeitsweise der Hauptverwaltung Film.
Dieses Interview, wie selbstverständlich auch alle anderen Zeitzeugengespräche, ist zukünftig bei Interesse in den Räumen der DEFA-Stiftung nach telefonischer Voranmeldung einzusehen.

 

 
 
 

1. Neiße Filmfestival
Filmklubs aus dem sächsischen Großhennersdorf, aus dem tschechischen Liberec und dem polnischen Jelenia Gora veranstalteten vom 15. bis 20. Juni 2004 das 1. Neiße Filmfestival. Dieses Festival will nicht nur einen Einblick in das Filmschaffen der drei Länder bieten, sondern widmet sich in einer Retrospektive auch dem Dokumentarfilmer Jürgen Böttcher. Die DEFA-Stiftung hat vor allem die Retrospektive finanziell unterstützt.

   
 

Symposium der Internationalen Forschungsgruppe „Film und Theologie“
Vom 3. bis 6. Juni fand in der Katholischen Akademie Schwerte ein Symposium der Internationalen Forschungsgruppe „Film und Theologie“ statt. Auf dieser von der DEFA-Stiftung finanziell unterstützten Tagung diskutierten die Teilnehmer das Thema „Filmkunst und Gesellschaft“. Abgerundet wurde das Symposium durch ein Werkstattgespräch mit dem Regisseur Peter Kahane zu seinem Film „Die Architekten“.

 

 

Plakatausstellung Schwerte

Plakatausstellung Schwerte
Unter dem Motto „Filmplakate in Ost- und Westdeutschland“ werden in der Katholischen Akademie Schwerte in Zusammenarbeit mit der DEFA-Stiftung vom 3. Juni bis 4. Juli 2004 Plakate beider deutscher Staaten aus vier Jahrzehnten gegenübergestellt.

 

 

Team-Lauf im Berliner Tiergarten
Am 16. Juni fand im Berliner Tiergarten zum fünften Mal der 5 x 5 km Team-Staffellauf statt. Auf Anregung von Helmut Morsbach, einem erfahrenen Marathonläufer, nahm dieses Jahr auch erstmalig ein Team der DEFA-Stiftung am Staffellauf teil und belegte einen tröstenden und entspannten 1389. Platz.

Team-Lauf im Berliner Tiergarten
 
 
 

Urkunde „Ein Fenster zum Osten“

Als Dankeschön für die finanzielle Unterstützung des 10. Internationalen Berliner Festivals des nichtkommerziellen Films und Videos hat der Festivalleiter Rainer Hässelbarth der DEFA-Stiftung eine kleine Medaille überreicht.

"Ein Fenster zum Osten"
 

 

 

 

Joris Ivens und Deutschland
Die „Europese Stichting Joris Evans“ hat jetzt ein Bestandsverzeichnis zur Sammlung Hans Wegner herausgegeben. Das Verzeichnis konnte mit finanzieller Unterstützung der DEFA-Stiftung erarbeitet werden. Hans Wegner war bei der DEFA als Autor und Produzent tätig und hatte in mehreren DEFA-Produktionen mit Joris Ivens zusammengearbeitet.

 

 
 
 

Arbeitskreis historische Medien
Auf der 8. Tagung des Arbeitskreises „Historische Medien/Filmarchive“ am 15. und 16. Juni 2004 in Berlin hatte der Vorstand die Gelegenheit die DEFA-Stiftung zu präsentieren. Gegenstand der Tagung war auch der Fortsetzung der Arbeiten am Projekt „Deutsche Wochenschauen“.

 

Dokumentarfilm-Werkstatt in Wismar
Vom 25.06. bis 27.06.2004 findet im Landesfilmzentrum in Wismar zum 10. Mal die Dokfilmwerkstatt „Drehort OstWestDeutschland“ statt. Da die kulturelle Filmförderung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in diesem Jahr um fast die Hälfte gekürzt wurde, ist die Fortsetzung dieser Veranstaltung im kommenden Jahr äußerst unsicher. In diesem Jahr unterstützte die DEFA-Stiftung als einziger Förderer das Projekt.

 

 
Pressemitteilung: DEFA-Stiftung erwirbt Zeitzeugen TV Archiv von Thomas Grimm
Eines der größten privaten Zeitzeugenarchive ist von der DEFA-Stiftung übernommen worden. Die Videoaufzeichnungen präsentieren 2.500 Stunden Erinnerungen an das 20. Jahrhundert. Auf 3.500 Kassetten kommen weit über 1.000 Personen zu Wort. Aus den Selbstzeugnissen von Menschen, die Kriege, Revolutionen, Exil und Konzentrationslager erlitten, entsteht ein eindrucksvolles, facettenreiches Bild der Epoche.

Die DEFA-Stiftung übernimmt nicht nur das Material und die Rechte an einer der bedeutendsten Zeitzeugensammlungen der Gegenwart, sondern erwirbt auch gleichzeitig eine auf hohem informationstechnischen Standard aufbereitete Datenbank. Darin sind primär und sekundär die im Archiv erfassten Personen sowie der Inhalt der Gespräche und Aufnahmen in mehr als 50.000 Einträgen aufbereitet.

Das Zeitzeugen TV Archiv ist ohne öffentliche Mittel aus Eigeninitiative von Thomas Grimm unter dem Motto „Erinnerungen als Verantwortung“ entstanden. Grimm hat auch den größten Teil der Zeitzeugengespräche selbst geführt. Bekannt geworden ist er durch seine erfolgreichen Dokumentationen für ARD, MDR, arte und Spiegel TV. Zuletzt erzielten seine Filme über „Honeckers Flucht“ in der ARD, „Die Honeckers privat“ (mit 27% Einschaltquote im MDR) und sein Zweiteiler über die Angestellten des Politbüros außergewöhnliche Zuschauerresonanzen.

In einer Zeit, wo die Gesellschaft von audiovisuellen Medien mit immer fragmentarischeren Produkten überhäuft wird, hat sich Zeitzeugen TV dem individuellen Lebenslauf als ganzes gewidmet. Das über 25 Jahre entstandene Archiv versteht sich als eine audiovisuelle Quelle autobiografischen Erinnerns. Die vielen hundert Interviews fördern nachhaltig das Verständnis von Geschichte. Denn sobald die Geschichte ihre Protagonisten hinter sich gelassen hat, droht sie ihren emotionalen Gehalt zu verlieren. Zwischen der „erlebenden“ und der „nacherlebenden“ Generation entsteht eine Gefühlskluft, diese zu überbrücken ist eine der vornehmsten Aufgaben der autobiografischen Dokumentationen im Zeitzeugen Archiv.

Ausgewählte Themen des Archivs:

  • Widerstand gegen Hitler, Exil, Überlebende von Auschwitz:
    Heinrich Scheel, Georg L. Mosse, Lilli Segal, Kurt Rosenow, Henry Marx, Wolfgang Leonhard, Klemens von Klemperer u.a.
  • Opposition der 50er Jahre:
    Wolfgang Harich, Walter Janka, Gustav Just u.a.
  • Opposition der 80er Jahre:
    Rainer Eppelmann, Friedrich Schorlemmer, Günter Nooke, Daniela Dahn, Wolfgang Schnur bei der Gründung des Demokratischen Aufbruchs
  • Zeit der Wende mit Lothar de Maizière und anderen Protagonisten, Untersuchungsausschuss der Volkskammer der DDR wegen Amtsmissbrauch, Korruption und persönlicher Bereicherung:
    Günther Schabowski, Joachim Herrmann u.a.
  • DDR-Intellektuelle vom Beginn der großen Zeit an der Leipziger Universität bis zum akademischen Leben in der Wendezeit:
    Walter Markov, Hans Mayer, Stephan Hermlin, Rudolf Schottlaender, Jürgen Kuczynski, Hermann Henselmann, Georg Knepler, Stefan Heym, Ernst Engelberg, Werner Mittenzwei u.a.
  • Alltag in der DDR, z.B. Jugend zwischen Anpassung und Widerstand 1986-1989, Untergrundbands, verschiedene Jugendströmungen vom Gruftie bis Punk
  • Kunst und Geschichte, 40teilige Porträtreihe über Maler und Literaten:
    Bernhard Heisig, Willi Sitte, Adolf Endler, Heiner Müller, Christa Wolf u.a.
  • Auskünfte über sozialistisches Herrschaftsleben:
    die Familien Honecker, Mielke und Stoph und die Bediensteten des Politbüros
  • Porträts internationaler Politiker und Künstler wie Istvan Szabo, Henry A. Kissinger, Michail S. Gorbatschow, Rita Süssmuth, Carola Stern, Walter und Inge Jens, Herbert Grönemeyer, Hans-Dietrich Genscher, Günter de Bruyn, Willy Brandt und Wladimir W. Putin

 

Zweck der am 15. Dezember 1998 gegründeten DEFA-Stiftung ist die Erhaltung, Erschließung und Nutzbarmachung des ihr übertragenen DEFA-Filmstocks als Bestandteil des nationalen Kulturerbes der DDR und die Förderung der deutschen Filmkultur und Filmkunst durch Vergabe von Projektmitteln und Stipendien. Im Rahmen dieser Förderung ist auch der Erwerb erfolgt.

Die DEFA-Stiftung und Zeitzeugen TV sind sich darüber einig, dass das einmalige Filmmaterial des Zeitzeugen-Archivs gesichert werden und benutzbar bleiben muss. Die DEFA-Stiftung verpflichtet sich deshalb, das Archiv entsprechend den technischen Möglichkeiten in der übergebenen Qualität zu erhalten, zu pflegen und der Öffentlichkeit im Rahmen der Stiftungstätigkeit verfügbar zu halten. Sie steht für das Zeitzeugen-Archiv mit derselben Sorgfalt ein, wie sie die Werke des DEFA-Filmstocks behandelt.

Das Zeitzeugen-Archiv ist bereits in der 2003 erschienenen Publikation „Erinnerung als Verantwortung – das Zeitzeugen-Archiv in Text und Bild“ (ISBN 3-932529-38-3) dokumentiert.
Das Archiv wird zukünftig unter dem Namen „Zeitzeugen Archiv Thomas Grimm bei der DEFA-Stiftung“ geführt. Die Aufnahmen liegen meist auf sendefähigem Beta SP oder Digi Beta Material vor. Die Datenbank wird demnächst im Internet (www.defa-stiftung.de) verfügbar sein. Das Archiv ist zugänglich, die Nutzung geschieht in Abhängigkeit von der jeweiligen Rechteübertragung.
Informationen zur Nutzung über:

DEFA-Stiftung
Frau Manja Meister
Chausseestraße 103
10115 Berlin
Tel. 0049-30 246562101
Fax 0049-30 246562149
e-mail: m.meister@defa-stiftung.de
www.defa-stiftung.de