3. DEFA-Newsletter Mai 2006

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Förderausschuss

Am 26. April hat der Förderausschuss über 141 Anträge auf Förderung mit einer Antragssumme von 1.112.423 Euro entschieden. Davon wurden 45 Anträge mit einer Gesamtsumme von 236.000 Euro bewilligt. Von den eingereichten 102 Stipendien werden 29 mit einer Summe von 161.000 Euro gefördert. Von 39 eingereichten Projekten erhalten 16 mit einer Summe von 75.000 Euro eine Förderung. Die vollständigen Ergebnisse fin- den Sie im Internet unter www.defa-stiftung.de und dem Punkt Förderung.

 

 

 

 

Stiftungsrat

Auf seiner ganztägigen Sitzung am 19. April nahm der Stiftungsrat den Geschäftsbericht der Stiftung und den Bericht des Wirtschaftsprüfers für das Jahr 2005 entgegen. Der Stiftungsrat stimmte der Gründung der defa-spektrum GmbH als exklusiven Auswerter ihrer Zeitzeugen-Archive und der Übernahme der Geschäftsführung durch Frau Manja Meister zu.

 

 

Manja Meister und Helmut Morsbach

defa-spektrum GmbH

Die von der DEFA-Stiftung gegründete Gesellschaft defa-spektrum GmbH hat ihren operativen Betrieb aufgenommen. Sie ist der exklusive Auswerter der Zeitzeugen-Archive der DEFA-Stiftung. Die einzigartige Sammlung aus Interviews und Dokumentationen wird als ideale Ergänzung zum DEFA-Filmstock gesichert, der Öffentlichkeit gezeigt und einer kommerziellen Auswertung zugeführt.
Die Geschäftsführung von defa-spektrum übernahm Frau Manja Meister. Sie war bereits in der DEFA-Stiftung für das Archiv verantwortlich und wird sich in ihrer neuen Position verstärkt der Vermarktung und dem Vertrieb des Bestandes widmen.
Eine weitere Aufgabe der defa-spektrum GmbH ist die Weitergabe der Schriftenreihe und der Fotos aus dem Rechtebestand der DEFA-Stiftung. Der zukünftig mit der defa-spektrum GmbH erzielte Gewinn kommt dem satzungsgemäßen Auftrag der Stiftung, der Förderung deutscher Filmkultur und Filmkunst, zugute. Die Auswertung des DEFA-Filmstocks nimmt weiterhin die PROGRESS Film-Verleih GmbH wahr.
Kontakt: defa-spektrum GmbH, Tel.: +49-(0)30 246 56 21 15, Chausseestr. 103, 10115 Berlin, Fax: +49-(0)30 246 56 21 50, E-Mail: info@defa-spektrum.de

 

Henner Winckler

Förderpreis für Henner Winckler

Der Förderpreis der DEFA-Stiftung auf dem 16. filmkunstfest schwerin in Höhe von 4.000 Euro geht an Henner Winckler für seinen Film „Lucy“. Mit seinem zweiten Spielfilm ist Henner Winckler eine unspektakuläre Milieustudie gelungen. Mit leisen Bildern zeigt er die Gefühlswelt einer jungen Mutter, die auf der Suche nach ihrem eigenen Weg ist. Er beweist, dass er nicht nur Geschichten erzählen kann, sondern auch Mut hat, sie zu Ende zu denken.
Henner Winckler studierte Visuelle Kommunikation/Film in Offenbach und Hamburg. Seit 1998 ist er als freier Autor und Regisseur in Berlin tätig und arbeitet als künstlerischer Mitarbeiter an der Hochschule für Film und Fernsehen „Konrad Wolf“. Sein Spielfilmdebüt „Klassenfahrt“ feierte seine Uraufführung 2002 beim Internationalen Forum des Jungen Films Berlin.

Oberst Tulpanow, Hans Klering, Alfred Lindemann, Willy Schiller, Karl Hans Bergmann und Kurt Maetzig am 17. Mai 1946

17. Mai 1946 – Gründung der DEFA

Vor 60 Jahren am 17. Mai 1946 wurde die DEFA gegründet. Dieses Jubiläum nimmt die DEFA-Stiftung zum Anlass an die Filme und Künstler zu erinnern. Auf einer festlichen Veranstaltung in der Caligari Halle im Filmpark-Babelsberg werden sich am 17. Mai Filmemacher zur Bedeutung der DEFA äußern und ihre Erinnerungen austauschen können. Neben zahlreichen Regisseuren, Schauspielern, Kameramännern, Autoren, Bühnenbildnern und Handwerkern der DEFA sollen besonders Professor Kurt Maetzig und Karl Hans Bergmann begrüßt werden. Sie nahmen 1946 als Gründungsmitglieder die Urkunde von der sowjetischen Militäradministration entgegen.


 

Der jugendliche Blick

In der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung erscheint „Der jugendliche Blick – Helmut Dziubas Filme im letzten Jahrzehnt der DEFA“ von Stefan Röske. Mit der Lektüre erschließt sich nicht nur das Schaffen des DEFA-Regisseurs Helmut Dziuba, sondern zugleich auch ein Blick auf den Umgang mit der heranwachsenden Generation: In der Problemlage der Jugendlichen spiegelt sich die Situation der Gesellschaft am unmittelbarsten.
Der Autor Stefan Röske, geboren 1977 in Potsdam, studierte bis 2005 Film- und Theaterwissenschaft sowie Neuere deutsche Literatur in Berlin. Das vorliegende Buch ist die erweiterte Fassung seiner Abschlussarbeit. Der Band mit der ISBN 3-00-018519-4 ist für 12,50 Euro zuzüglich Portokosten bei defa-spektrum zu beziehen.

 

 

Eine kleine Geschichte der DEFA

„Eine kleine Geschichte der DEFA – Daten, Dokumente, Erinnerungen“ heißt der neueste Band in der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung. Zum 60. Gründungstag der DEFA hat der Filmpublizist Ralf Schenk diesen nachdenklichen, spannenden und auch heiteren Lesestoff zusammengetragen. Das Buch enthält eine Fülle von Daten und Fakten sowie Zitaten aus Briefen, Protokollen, Manifesten, Erinnerungen oder Geheimdienstdossiers. Nachrichten über Haupt- und Staatsaktionen wechseln mit Marginalien, die gerade wegen ihrer vermeintlichen Nebensächlichkeit spannende Einblicke ins Innenleben der DEFA-Studios ermöglichen. Der Band mit der ISBN 3-00-018775-8 ist für 8 Euro zuzüglich Portokosten bei defa-spektrum zu beziehen.

 
 

 

achtung berlin

Vom 11. bis 17. Mai findet das 2. filmfestival achtung berlin – new berlin film award im Filmtheater Hackesche Höfe statt. Eine Retrospektive mit Berlin-Filmen der DEFA stellt in sechs ausgewählten Spielfilmen die Entwicklung der filmischen Stadtkonstruktion Berlins dar. Zum Auftakt wird am 13. Mai der Film „Hostess“ mit Annekathrin Bürger zu sehen sein, die auch zum Gespräch erwartet wird. Die Filmreihe wird von der DEFA-Stiftung gefördert.
www.achtungberlin.de

   

 

 

Neisse-Filmfestival

Vom 10. bis 14. Mai findet in Zittau und Großhennersdorf das dritte Neisse Filmfestival statt. Die Filmreihe „60 Jahre DEFA - Das andere deutsche Kino“ bringt Dokumentar- und Spielfilme der DEFA zur Aufführung, darunter „flüstern und SCHREIEN“ und „Till Eulenspiegel“. Die Reihe wird von der DEFA-Stiftung gefördert.
www.neissefilmfestival.de

 

 

 

DEFA im Filmarchiv Austria

Das Filmarchiv Austria zeigt anlässlich des Jubiläums „60 Jahre DEFA“ zwei Retrospektiven im Metro Kino Wien. Vom 6. bis 30. Mai werden Filme von Konrad Wolf zu sehen sein. Die Reihe „Das Brot der frühen Jahre – DEFA-Pionierfilme 1946-1949“ zeigt ab dem 11. Mai Filme aus der Gründungszeit der DEFA und wird durch Einführungen des Filmpublizisten Ralf Schenk ergänzt. Die Reihe wird von der DEFA-Stiftung gefördert und durch den Vorstand der Stiftung eröffnet. www.filmarchiv-austria.de

 

DVD-Box „Einmal Prinzessin, immer Prinzessin!“

Christel Bodenstein in der Urania

Am 21. Mai lädt ICESTORM Entertainment anlässlich der DVD-Premiere „Einmal Prinzessin, immer Prinzessin“ ab 19 Uhr in die Urania in Berlin zur Ausstellungseröffnung und Buchpremiere. Christel Bodenstein präsentiert plastische Bilder und Figuren sowie ein Buch mit ihren Erinnerungen. Um 17 Uhr wird der von der DEFA-Stiftung geförderte Dokumentarfilm „Einmal Prinzessin, immer Prinzessin“ und der DEFA-Spielfilm „Beschreibung eines Sommers“ zu sehen sein.

 
 

Filmreihe Lothar Warneke

Im Kino Arsenal präsentiert Erika Richter am 30. Mai um 19 Uhr den Band „Die Schönheit dieser Welt“ aus der Schriftenreihe der DEFA-Stiftung. Die Schauspielerin Christine Schorn wird aus den Lebenserinnerungen von Lothar Warneke lesen. In der sich anschließenden Filmreihe sind die Filme „Die Beunruhigung“, „Es ist eine alte Geschichte“, „Unser kurzes Leben“ und „Addio, piccola mia“ zu sehen.
www.fdk-berlin.de/de/arsenal/programm.html

 
 

Die Chronik der Kinder von Golzow

Das Filmmuseum Potsdam zeigt vom 17. Mai bis 31. August die Foyerausstellung „Die Chronik der Kinder von Golzow“. Anhand von Fotos, Dokumenten, Auszeichnungen und Preisen soll auf die frühen Filme, die von 1961 bis 1981 im DEFA-Studio für Dokumentarfilme entstanden, aufmerksam gemacht werden. Zur Eröffnung am 16. Mai um 19:30 Uhr werden einige Filme der Langzeitdokumentation von Winfried und Barbara Junge zu sehen sein.
www.filmmuseum-potsdam.de

 
 

25 Jahre Filmmuseum Potsdam

Am 7. April feierte das Filmmuseum Potsdam seinen 25. Geburtstag. Als Geburtstagsständchen präsentierte Katrin Sass ihr Schlagerprogramm „Fahrt ins Blaue“. Die DEFA-Stiftung gratuliert dem ältesten Filmmuseum Deutschlands.

„Miraculi“

DEFA-Filmwochenende

Der Berliner Film- und Fernsehverband stellt am 20. und 21. Mai im Kino Toni Berlin drei selten gezeigte DEFA-Filme aus der Vorwendezeit vor: „Biologie!“, „Miraculi“ und „Banale Tage“. Zu einer Podiumsdiskussion werden die Regisseure Jörg Foth und Peter Welz erwartet.
www.kino-toni.de


FilmDokument

Am 19. Mai zeigt CineGraph Babelsberg in der Reihe FilmDokument im Arsenal Berlin anlässlich des Jubiläums „60 Jahre DEFA“ einen Querschnitt der sächsischen DEFA-Produktionen. Die Außenstelle des DEFA-Studios in Dresden produzierte Dokumentarfilme für „Der Augenzeuge“, Aufklärungs- sowie politische und Wirtschaftswerbefilme.

DEFA-Datenbank

In der DEFA-Datenbank auf der Homepage der Stiftung wurden die Produktionsnummern und unbekannte Arbeitstitel durch die Stipendiatin Barbara Barlet nachgetragen. Sie hat im Bundesarchiv die Akten der Hauptbuchhaltung Spielfilm erschlossen.

 
 

Studie zum deutschen Kurzfilm

Mit Unterstützung der DEFA-Stiftung, der FFA und dem BKM hat die AG Kurzfilm eine Studie zur aktuellen Situation des deutschen Kurzfilms erstellt. Die Untersuchung liefert Zahlen und Fakten zum deutschen Kurzfilm und seine Rahmenbedingungen.

 

Nadja Morgner

Neue Praktikantin

Bis Ende Juli unterstützt Nadja Morgner, Jahrgang 1984, die DEFA-Stiftung im kaufmännischen Bereich. Sie studiert derzeit an der FHTW Berlin Public Management.

60. Geburtstag Helmut Morsbach

Die DEFA-Stiftung gratuliert ihrem Vorstand Helmut Morsbach zu seinem 60. Geburtstag und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg!

„Lotte in Weimar“

„Moritz in der Litfaßsäule“

„Winter adé“

DEFA und Zeitzeugen im Fernsehen

  • Lotte in Weimar
    Sonntag, 14. Mai 2006
    1.25-3.25 RBB
  • Winter adé
    Sonntag, 14. Mai 2006
    10.30-12.25 Doku (ZDF digital)
  • Moritz in der Litfaßsäule
    Sonntag, 14. Mai 2006
    16.30-17.55 Kinderkanal
  • Schaut auf diese Stadt
    Sonntag, 14. Mai 2006

    21.25-22.45 Doku (ZDF digital)

  • Kinozeit Talk
    60 Jahre DEFA – Das Kino der DDR
    Sonntag, 14. Mai 2006
    22.05-23.00 FAB
  • Der Mann, der nach der Oma kam
    Montag, 15. Mai 2006
    15.02-16.35 RBB
  • Chingachgook, die große Schlange
    Dienstag, 16. Mai 2006
    22.05-23.40 FAB
  • Zeitzeugen
    Die Anfänge der DEFA – Kurt Maetzig und
    Gerhard Dengler erinnern sich
    Dienstag, 16. Mai 2006
    23.45-0.30 XXP
  • Zeitzeugen
    Was war die DEFA?
    Dienstag, 23. Mai 2006
    23.55-0.45 XXP
  • Bürgschaft für ein Jahr
    Dienstag, 30. Mai
    22.05-0.00 FAB
  • Zeitzeugen
    Petros Markaris: Buchzeit
    Mittwoch, 31. Mai 2006
    0.00-0.50 XXP
  • Effi Briest
    Montag, 5. Juni
    14.50-16.50 RBB
  • Eine sonderbare Liebe
    Dienstag, 6. Juni 2006
    0.15-1.55 MDR

Themenheft „film-dienst“

Unter dem Titel „60 Jahre DEFA- Deutsch-deutsche Erzählstrategien“ gibt die Zeitschrift film-dienst am 11. Mai ein Themenheft heraus. Junge Filmemacher wie Valeska Grisebach, Thomas Heise, Christian Petzold und Robert Thalheim äußern sich zum Einfluss der DEFA auf ihre Filme. Ebenso werden Partner der Stiftung und neue Publikationen präsentiert.
Dem Heft ist eine Jubiläums-DVD mit dem DEFA-Film „Die Architekten“, einer Folge aus „Der Augenzeuge“ zur Gründung der DEFA, einer Folge aus der Reihe „Das Stacheltier“, dem Trailer der DEFA-Stiftung und der Produktion „Gedächtnislücken“ beigelegt.
www.film-dienst.de

Themenheft „filmecho-filmwoche“

Die Zeitschrift filmecho-filmwoche widmet dem 60. Gründungstag der DEFA ebenfalls ein Themenheft (Heft Nr. 19). Es werden DEFA-Genre- und Dokumentarfilme, die Urheberrechtssituation, die Arbeit der DEFA-Stiftung und ihre Partner vorgestellt.
www.filmecho.de

 
 

SUPERillu

Nachdem die Serie in der SuperIllu mit DVD’s von DEFA-Filmen in den letzten Monaten sehr erfolgreich war, wird die Aktion verlängert. In der Ausgabe 19/2006 standen 30 DEFA-Filme zur Auswahl, darunter „Ete und Ali“, „Solo Sunny“ und „Lotte in Weimar“, die die Leser wählen konnten. Die zwölf erfolgreichsten Titel erscheinen ab September einmal monatlich auf DVD als Beilage zum Heft.
www.super-illu.de