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DEFA - Stiftung - 2012

Preis für die Verdienste um den deutschen Film

Roland Gräf

Laudatorin Jutta Wachowiak und Preisträger Roland Gräf

Guten Abend.

Ich freue mich sehr. Ich hab mich ziemlich doll gefreut als ich gefragt wurde, ob ich diese Aufgabe hier heute übernehmen wolle. Obwohl es ja immer mal etwas gräulich ist, wenn man so was machen soll.

Richtig doll gefreut, weil derjenige, der heute geehrt wird, ist jemand mit dem ich wichtige Arbeiten gemacht habe.

Den Rest erzähl ich später, ich bitte jetzt erst mal Roland Gräf auf die Bühne.

Es ist so, dass ich nachgedacht habe, wann haben wir uns eigentlich kennen gelernt. Gemacht haben wir miteinander fünf Filme und der erste, dachte ich immer, war „Bankett für Achilles“. Und dann dachte ich „Haus am Fluss“ und „P. S.“ und „Märkische Forschungen“ und „Fallada“. Bis mir einfiel, dass ich als Studentin schon einen Film gedreht habe, der dann nie rausgekommen ist – ist mir ja später auch passiert- und da war er noch Kameramann. Der Film hieß „Wind von vorn“ und der war mentoriert von Professor Maetzig, der damals aber irgendwie in Kuba drehte und darum nicht so richtig mentorieren konnte. Aber das ist nicht der Grund, warum der Film verboten wurde. Jedenfalls fand ich das so toll und ich habe es Roland erzählt und er wusste es auch nicht mehr.

Bei „Bankett für Achilles“ gibt es folgende Episode, die ich gerne erzählen würde. Erwin Geschonneck war mein Papa und die Szene spielte in Bitterfeld – Roland hat immer schöne Motive gefunden. Es war ein Stückchen Garten und wir sollten nebeneinander hergehen und uns ein bisschen was erzählen. Und der Genosse Geschonneck ließ sich immer so ein bisschen zurückfallen und ich probierte natürlich Blickkontakt zu behalten und ich war dann immer von hinten zu sehen. Irgendwann sagte Roland: „Erwin, du musst mal versuchen, dass ihr beide… also ich brauch die Jutta mindestens im Profil“. Ich weiß nicht genau wies weiterging, ich weiß nur, dass ich mich an die Situation erinnere und das war ja auch eine ziemlich von den frühen Dreherfahrungen. Also ich konnte da später auch besser gegenhalten.

Als wir „Haus am Fluss“ drehten, fuhren wir immer nach Nizzo. In Nizzo war ein Gasthaus und da war die Maske untergebracht. Und viertel nach fünf stand dann das Auto vor der Tür und ich kam mit dem Kopfkissen unter dem Arm – wie immer, das können eigentlich alle Fahrer der DEFA bestätigen. Und dann sammelten wir die anderen Kollegen ein und irgendwann kamen wir in Nizzo an, hatten Corinna eingeladen und ich weiß, dass ich irgendwann dachte: „Es gibt ja auch Schauspielerinnen, die haben ihre Maske in Nizza“. Fand ich damals eine ganz schöne Idee.

Das Motiv war übrigens auch wunderschön. Das war so zwischen Havel und Elbe.

Ich wollte gerne von allen Filmen was erzählen, woran ich mich so erinnere. Bei „P.S.“ fällt mir ein, dass du mal sehr böse warst und sehr verletzt, betroffen als du bemerktest – war hatten ja Andji, Andrzej Pieczynski war ein junger Kollege, der spielte da mit. Und du hast mir erzählt, dass einige der Techniker sich darüber beschwerten Andji hätte vom Requisitenbuffet was genommen. Er holte sich davon immer was und erntete sich dafür immer so gehässige Bemerkungen. Ausländerfeindliche Bemerkungen würde man heute sagen. Du hast mir das erzählt und warst da traurig drüber.

Bei „Fallada“, da haben wir ja auch wahnsinnig lange auf irgendwas gewartet, auf Sonne, aufs Gegenteil, auf irgendeinen Kollegen… wir haben ja was rumgesessen und ich hab ja was gestrickt. Kinderkleider und Socken für das Team. Ich habe immer gestrickt damit ich abends das Gefühl hatte, ich habe nicht umsonst gewartet.

Ich freue mich so sehr, dass der Roland jetzt hier diese Ehrung erfährt und ich freue mich, dass ich diese Zeit miteinander mit ihm hatte, dass wir diese schönen Arbeiten gemacht haben. Ich bin ziemlich sicher, dass die Filme zu denen gehören, die ziemlich präzise Auskunft geben darüber wie man gelebt hat in einem Land, das es nun nicht mehr gibt und ich glaube, dass – er hat das vorhin so schön formuliert – dass sich das herauslöst aus den gehabten Erinnerungen und dass die Sachen anfangen ein Eigenleben und in einem anderen Umfeld eine Kontur bekommen. Dazu gehören die Filme von Roland garantiert.

Ich gratuliere dir.

Laudatorin: Jutta Wachowiak

Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst

Nina Hoss

Preisträgerin Nina Hoss


Nina Hoss ist eine Ausnahme-Schauspielerin. Ich habe lange Zeit ihr schauspielerisches Können, ihre Fähigkeiten und ihre Präsenz als Zuschauer bewundert. Meine erst kürzlich gemachte eigene Erfahrung der Zusammenarbeit mit Nina Hoss hat diese Bewunderung noch vergrößert. Sie ist eine Schauspielerin, wie man sie sich nur wünschen kann.

Schon bei den Vorbereitungen zu einem Film hat sie ein sehr genaues Gespür für den schmalen Grat, was und wie viel sie sich im Vorfeld aneignen muss und was sie eher offen lassen sollte, um die Spielräume für das eigene Vorstellungsvermögen nicht zu sehr einzuengen.

Sie hat eine ungewöhnliche Fähigkeit, sich bei der Arbeit auf den Punkt zu konzentrieren. Die Präzision in ihrem Spiel ist außergewöhnlich, ohne jemals mechanisch zu sein. Diese Präzision, die ich nicht als Handwerk bezeichnen möchte, da sie bereits mehr ist als das, ist bei ihr nie Selbstzweck, sondern dient ihr dazu, die Freiheit in ihrem Spiel zu erweitern. Sie hat eine hellwache Aufmerksamkeit für Details, eine Geistesgegenwart in ihrem Spiel, die ihresgleichen sucht. Auch wenn sie die Möglichkeiten dazu hätte, verlässt sie sich niemals auf Virtuosität. Ihr Spiel ist nie anbiedernd, nicht auf den schnellen Erfolg oder Beifall aus. Nina Hoss geht darüber hinaus. Sie will offen bleiben, Risiken eingehen, ungesichertes Terrain betreten. Sie gibt sie sich nicht vorschnell mit etwas Erreichtem zufrieden. Dazu muss man Nina Hoss nicht anleiten. Diesen Anspruch stellt sie an sich selber.

All das führt sie nicht in geschraubte, prätentiöse Höhen, sondern zu einer Einfachheit und Durchlässigkeit vor der Kamera, die frappierend ist.

Nina Hoss ist eine Schauspielerin die sich vollkommen auf eine Rolle einlässt und gleichzeitig einen eigenen, unverwechselbaren Glanz behält. Das Letztere hat nichts mit Reserviertheit zu tun, sondern erwächst daraus, dass sie weiter geht als andere.

Catherine Deneuve hat einen schönen Satz über die Arbeit des Film-Schauspielers gesagt: „Man muss das Kino mehr lieben als sich selbst“. Das gilt uneingeschränkt für Nina Hoss.

Danke für alles und die herzlichsten Glückwünsche für den hoch verdienten Preis.

Laudator: Thomas Arslan

Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses

Hanna Doose

Preisträgerin Hanna Doose

Der Preis der DEFA-Stiftung zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses geht in diesem Jahr an die Regisseurin und Drehbuchautorin Hanna Doose für ihren Film Staub auf unseren Herzen. Als Diplomfilm markiert er das Ende eines erfolgreichen Regiestudiums und spiegelt in sich auch dessen begleitende Begeisterung für Schauspielkunst und Schnitt wider. So wie es im Film um die Emanzipation einer jungen Frau geht, versucht auch seine Form als Hanna Dooses erster Spielfilm eine Eigenständigkeit, ein Fußfassen zu behaupten.

Spätestens jetzt verwundert ein wenig der Titel dieser Auszeichnung. Nachwuchspreis - in diesem Begriff liegt rein gar nichts Jugendliches, wenn überhaupt nur wenig Junges, nämlich das, worauf er abzielt: Die Bewertung jungen filmischen Schaffens. Als Begriff ist er aber eine reine Schöpfung älterer Generationen, etablierter filmischer Institutionen in mitten eines noch älteren eingesessenen filmischen Diskurses. Ein Begriff, der nun aus dieser bequemen Dekadenz heraus von oben herab angewendet all das unter sich zu fassen und zu ordnen versucht, was da an filmisch Neuem aufblitzt. Neue Inhalte sollen in altehrwürdige Formen gebracht werden, indem im besten Fall Prädikate von Lob und Auszeichnung ausgesprochen werden. Nachwuchs ist somit eher ein Hineinwachsen in bereits Gewachsenes. Doch diese Dekadenz hat auch viel Positives. Mit ihrem Lob über das jüngst Kreierte beruhigt sie und spricht fördernd: Das, was du machst, gefällt - bitte mach‘ weiter. In diese triviale Form dekodieren sich zu ähnlich konnotierten Preisen alle Jury-Urteile, die je kürzer und elliptischer sie verfasst werden, umso mehr einer fürchterlichen Mode entsprechen. „Sparsam, aber höchst wirkungsvoll“ wird dann sparsam gesagt. Unwürdig kurz!

Denn wenn ein Film danach fragt, wie viel Alltag in seine Kunstform passen kann und dessen Filminhalt fragt, wie viel Kunst und Schauspiel in unserem Alltag Platz haben, dann erfüllt er diplomatisch gleichermaßen die Anforderungen einer kritischen Jury hinsichtlich einer sie an das Spiel von Wissen und Gefühl fesselnden Dramaturgie oder einer mutig innovativen Ästhetik – und er erfüllt dann auch die Erwartungen eines neugierigen Zuschauers, der weit über Selbstwiederfindung hinaus auch fasziniert und ergriffen sein wird, wenn er im Januar in die Kinos geht. Er sieht nicht nur eine Leistung, die unterschiedlichste Naturgewalten zweier herausragender Hauptdarstellerinnen so arrangiert, dass deren Komposition uns weder zu fremd und konstruiert erscheint, noch, dass sie uns vertraut genug ist, um ihren Ausgang zu erahnen. Vielmehr noch: Hanna Doose schafft es, innerhalb dieses charakterschweren Raumes auch die Faszination einer anspannenden Ruhe zu pointieren. Dann achten wir auf diese uns bekannte unerträgliche Ruhe nach dem abrupten Ende einer Unterhaltung, nur dass wir für gewöhnlich einen Schnitt erwarten, der aber in Staub auf unseren Herzen mutig auf sich warten lässt. Wir sehen die keinesfalls klinische, teils chirurgische Dramaturgie einer Alltagswelt, die nicht vor deren stillen Pausen ausweicht, sondern frontal auf sie zuhält: mit einem Kameraobjektiv, das nie wirklich vollkommen zur Ruhe kommt. Mit der final radikalen Sprengung dieser Stille werden hoffentlich auch Sie mit einem Ohrwurm entlassen - zu einem Lied, das laut und dabei unsagbar falsch gesungen wird.

Wenn nun Werke mit solch beeindruckenden Spuren Platz und Anerkennung in einem eingesessenen Filmdiskurs finden, ist meine Sorge vom Anfang beruhigt. Dann ist all die Dekadenz, die solche Kategorien wie „Nachwuchskünstler“ erfindet, offen genug für die Aufnahme breiter Vielfältigkeit im Neuen; dann ist dieses Alte, was da auszeichnet, eine notwendige und wohlwollende Ablagerung, eine Schicht auf jungen Filmen. Liebe Hanna Doose, was die DEFA-Stiftung somit als Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses vergibt, deute und übergebe ich Ihnen als ein wenig alten Staub für ein noch junges Herz,

Herzlichen Glückwunsch!


Laudator: René Pikarski


Programmpreise


Erika Richter

Preisträgerin Erika Richter

Die hier Ausgezeichnete kann mit Fug und Recht als ANSTIFTERIN bezeichnet werden. In einer Welt, die von Produkten jedweder Art überschwemmt ist, einer Welt, die von Schreihälsen und Wichtigtuern beherrscht wird, haben es die Leisen oder sogenannten Außenseiter schwer. Erika Richters Anliegen, verschüttete, vergessene und von den Leinwänden verdrängte Filmkunst hör- und sichtbar zu machen, verfolgt sie seit Jahrzehnten mit einer nie versiegenden Beharrlichkeit. Nicht nur dafür verdient sie den Preis.

Erika Richter studiert an der Deutschen Hochschule für Filmkunst Dramaturgie und arbeitet viele Jahre für unterschiedliche Zeitschriften und Publikationen, die sich der Filmkunst und den in der damaligen DDR kaum zugänglichen Kinematographien widmeten. Zwei Jahre arbeitet sie in Kairo als Lektorin für deutsche Sprache am Kulturzentrum der DDR und verfolgt die Filmkunst anderer Länder, vor allem afrikanischer oder osteuropäischer. Später engagiert sie sich bei der Programmarbeit für das Kino Babylon und das Neue Forum für deren Verbreitung. Darüber hinaus setzt sie sich für die Vermittlung des ostdeutschen Filmerbes ein. Gegenwartsstoffe liegen ihr besonders am Herzen. So fördert sie in ihrer Zeit als Dramaturgin beim DEFA-Spielfilmstudio von den 70er bis 90er-Jahren wichtige – oft auch streitbare – Stoffe wie z. B. „Das Fahrrad“ von Evelyn Schmidt und Lothar Warnekes „Die Beunruhigung“.

Naturgemäß gilt ihre umtriebige Erinnerungsarbeit dem Werk ihres Mannes Rolf Richter, der 1992 verstarb. Sie organisiert Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen. Weiterhin begleitet und unterstützt sie die Arbeit von Fred Kelemen, Regisseur und Kameramann des ungarischen Regisseurs Béla Tarr.

Erika wirkte und wirkt für ihre Anliegen auf leise, vermittelnde und uneitle Art. Nie drängt sie sich vor. Sie versteht sich immer auch als Teil einer engagierten Menschengemeinschaft, die die Welt des Kinos als große Chance begreifen: für die Empfindung intensiv gestalteten Lebens, für das Verständnis von fremden Kulturen sowie für Erfahrungen, die uns nur die Kunst schenken kann.

Wir gratulieren.


Bernd Steinkopf, Mobiles Kino, Wallwitz

Preisträger Bernd Steinkopf

Als Bernd Steinkopf 17 Jahre alt war, entschied sich der Betonfacharbeiter gegen den Beton für den Film, denn von frühester Kindheit an bewunderte er alte Kinomaschinen. Von 1960 bis 1998, fast vierzig Jahre, projizierte er Filme. Der Grundwehrdienst wurde als Filmvorführer ebenso gemeistert wie der bruchlose Übergang zur Vorführung auf Tellermaschinen. Neben den regulären Vorführungen zeigte Bernd Steinkopf seit 1975 in Kindertagesstätten und Horten DEFA-Filme und Kurzfilmprogramme. Seine Spielstätten fand er über die gute Vernetzung mit den Bürgermeistern im Saalkreis. Jeder neu eröffnete Kindergarten konnte so mit seinem Filmangebot rechnen. Schaukästen bedienten die Vorfreude auf das Programm des Landfilmers. Selten waren die gemeinsamen Abende mit seiner Frau. Wenn er im Heimatort Wallwitz spielte, verbrachten sie den Abend natürlich im Kino, sie übernahm die Kassierung.

Zuerst nur mit dem Moped mit Anhänger unterwegs, war es später ein PKW. Es bleib trotzdem eine Knochenarbeit, denn für teilweise vier Vorstellungen am Tag mussten die schweren Zeissprojektoren auf- und abgebaut werden. In der Freizeit wurden die geliebten Geräte gewartet.

Nicht Beruf sondern Berufung war ihm die Arbeit, bis heute, denn Bernd Steinkopf flimmert immer noch. Ihm zur Seite steht seine Frau. In einer kinoarmen Landschaft erschafft er Kinoatmosphäre, vermittelt immer wieder die DEFA-Trick- und Kinderfilme. Inzwischen sind es viele Generationen von Kindern, die ohne seine Liebe zum Kino vielleicht nie einen Projektor rattern gehört hätten. Vielen Dank dafür!


Kunstbauerkino e. V. für das Neiße Filmfestival

Antje Schadow und Peter Matthes vom Kunstbauerkino e. V.

Im sächsischen Dreiländereck Deutschland, Tschechische Republik und Polen gibt es seit acht Jahren das Neiße Filmfestival, jährlicher filmkultureller Höhepunkt im Kulturraum Oberlausitz. Grenzüberschreitend, im Umkreis von 100 Kilometern, eröffnen und erweitern die Filmreihen in den ungefähr zehn Spielstätten der drei Nachbarländer die Kenntnis voneinander. Verschiedene Lebensumstände, Lebensentwürfe, Grenzgängergeschichten und kulturelle Hintergründe werden über Filmgeschichten zu Vermittlern zwischen den Menschen. Immer wieder führt der Anspruch, Aktuelles mit Zeitgeschichte und Vergangenes mit neuen Erfahrungen zu verbinden, zu Einblicken und zum Verstehen der Geschichte dieser Länder und vermittelt Impulse für die Gegenwart.

Das Festival wuchs innerhalb der wenigen Jahre rasant, auch durch die vielen Unterstützer. Hervorragend vernetzt – und das soll hier im Wissen um die enormen Anstrengungen der Partnergewinnung mit dem Preis auch honoriert werden - gehören inzwischen zum Unterstützerkreis des Festivals u.a. die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, die Stiftung Aufarbeitung, das Tschechische Kulturzentrum, das Deutsch-Polnische Jugendwerk und die DEFA-Stiftung.

Neben dem Wettbewerb mit Spiel- später auch Kurzfilmen, Erkundungen verschiedenster osteuropäischer Kinemathographien und thematischen Filmreihen war der DEFA-Film und dessen Geschichte von Beginn an Bestandteil des Festivals. Das erste Festival 2004 präsentierte eine Retrospektive mit Filmen von Jürgen Böttcher, 2005 waren es die Filme von Wolfgang Kohlhaase. Mit Spiel- und Dokumentarfilmen wurde u.a. an die DEFA-Gründung erinnert, thematische Filmreihen widmeten sich „Starken DEFA-Frauen“, der DDR-Filmmusik sowie dem Kinder- und Jugendfilm.

Das Neiße Filmfestival bietet ergänzend zu dem umfangreichen Filmprogramm Foren zum grenzüberschreitenden Gespräch; es organisiert Lesungen, Ausstellungen und Konzerte. Dies darf und soll ganz ausdrücklich neben dem Gedankenaustausch gefeiert werden. Herzlichen Glückwunsch!


Laudatorin: Dorett Molitor

Fotos: Reinhardt & Sommer, Potsdam

 

Stiftungspreise 2012:

Preis für die Verdienste um den deutschen Film: Roland Gräf

Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst: Nina Hoss

Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses: Hanna Doose

Programmpreise: Erika Richter; Bernd Steinkopf, Mobiles Kino, Wallwitz; Kunstbauerkino e. V. für das Neiße Filmfestival