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DEFA - Stiftung - 2001

Stiftungspreise 2001

Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst 2001
Andreas Dresen
 

Andreas Dresen ist einer der nicht gerade zahlreichen deutschen Regisseure, für die Film noch immer vor allem ein Mittel gesellschaftlicher Kommunikation ist. In diesem Sinne sehen wir seine »Nachtgestalten« oder »Die Polizistin« mit Genugtuung auch in der Tradition der besten Filme der DEFA.
Die Arbeiten Andreas Dresens reflektieren soziale und politische Befindlichkeiten und spiegeln wichtige Zeitfragen. Dass dies nicht vordergründig geschieht, sondern zunehmend mit souveräner Beiläufigkeit, gewissermaßen nur als zweiter Erzählzweck, nutzt auch der formalen Brillanz und der großen Intensität seiner Filme, die sich ganz ungehemmt vor allem einem Ziel widmen: so subjektiv und so wahrhaftig wie möglich Geschichten über Leute zu erzählen.


Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses 2001
Susanne Schüle

Vor genau vier Wochen erhielt Susanne Schüle den Kamerapreis auf dem Leipziger Festival. Kazimierz Karabasz artikulierte das Votum der Internationalen Jury mit den Worten, »weil die intelligente, unaufdringliche Kamera von Susanne Schüle Emotionen jenseits der Sprache in Bilder übersetzt«.
Der Altmeister des Dokumentarfilms bekannte sich zu einer klassischen, aber leider zu oft vernachlässigten Tugend, die zu einem Gütesiegel von Susanne Schüle geworden:
Intimität der Bilder, abseits vom plakativen Voyeurismus, Präzision ohne Konventionalität und Akademismus, Lebendigkeit und Bewegtheit ohne Aufgeregtheit und Aktionismus.
Diese Tugenden hat Susanne Schüle in der Zusammenarbeit mit Branwen Okpako, Gerd Kroske und natürlich Stanislaw Mocha höchst eindrucksvoll und nachhaltig zum visuellen Erlebnis gemacht.

Stanislaw Mucha

Immer nachhaltiger meldete sich in der nationalen und internationalen Dokumentarfilmszene in den letzten Jahren eine Begabung auf der Leinwand zu »Wort« - mit Bildern und Geschichten. Eine auffällige Handschrift in ziemlich unterschiedlichen Sujets.
Da war der aufklärerische Sarkasmus der »Polnischen Passion«, da überraschte die bittere Ironie einer historischen Spurensuche im Film »Mit >Bubi< heim ins Reich«. Und da ist in diesen' agen der sophistische Charme und die vertrackte Hintergründigkeit der schelmischen Parabel »Absolut Warhola«.
Alles in einem: Eine Wortmeldung, die weiter zu großen Hoffnungen Anlass gibt.


Programmpreise 2001
Thüringer Filmbüro, Kromsdorf

Viele Filmprogramme mit DEFA-Filmen bestehen aus den immer gleichen Titeln. Das Thüringer Filmbüro erhält den Programmpreis der DEFA-Stiftung, weil es seinen Mitarbeitern gelungen ist, mit originellen Programmideen über die gängigen Filme hinaus zu gehen und damit nicht weniger interessanten Arbeiten eine Öffentlichkeit zu geben. Das zeugt von Sachkenntnis und Gefühl für den richtigen Film zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Filmprogramm ist auch Filmpolitik. Das Thüringer Filmbüro arbeitet offensiv mit unseren alten Filmen, um in gegenwärtige Diskussionen und gesellschaftliche Prozesse einzugreifen, zum Beispiel in seinem Modell-Projekt «Jugend 2000» - Filme gegen das Vergessen - ein Programm für Jugendliche und für Kinder. Damit macht es Geschichte erlebbar und Filmkunst nutzbar, auch für kommende Generationen. Und das auch schon seit zehn Jahren.

Filmbetriebe Adrian Kutter, Biberach

Die DEFA-Stiftung verleiht ihren Programmpreis an Adrian Kutter, den Kinobesitzer. Adrian Koffer hat sich in vielen Funktionen viele Verdienste um die deutsche Filmkunst und Filmkultur erworben. Wir zeichnen heute den Mann aus, der erblich belastet in das Kino hineingeboren wurde und dem es seit dreißig Jahren gelingt, in seinen vier Filmtheatern in Biberach, in der Provinz, entfernt von den Filmmetropolen, auf eigene Kosten und eigenes Risiko den anspruchsvollen Film beim Publikum durchzusetzen.

Adrian Kutter startete in Biberach das erst «Festival des deutschen Films», und das gibt es nunmehr seit 23 Jahren mit einem sicheren Griff auf den künstlerisch besonderen Film. Für Regisseure ist es eine Ehre, ihre Filme nicht nur bei ihm aufgeführt, sondern auch mit den Zuschauern heftig diskutiert zu erleben.

Dieser kontinuierliche Einsatz des Kinoleiters und Programmgestalters Kutter für die Vermittlung zwischen Filmkunst und Publikum in schlechten wie auch besseren Zeiten - so richtig gut sind sie ja nie - zeugt nicht nur von der Liebe zu diesem Medium, sondern auch zu seinen Machern. Die haben sie nicht nur bitter nötig. sie ist auch der beste Weg zu unser aller Filmkultur.

Filmarchiv Austria, Wien

Unter dem Titel »Der geteilte Himmel« veranstaltete das Filmarchiv Austria vom 9. Februar bis 22. März 2001 eine Retrospektive mit DEFA-Filmen in Wien, in der 115 Spielfilme, ein Trickfilm, acht lange, zwei halblange und 21 kurze Dokumentarfilme gezeigt wurden.
Diese Filmschau in so konzentrierter und intensiver Form ist bisher einmalig im deutschen Sprachraum. Über Filmgeschichten wurde ein sinnlich erfahrbarer Einblick in die Realität eines untergegangenen Systems geboten, der vom Wiener Publikum mit Neugier und außerordentlichem Interesse angenommen wurde. In zahlreichen Publikumsgesprächen hat sich gezeigt, wie spannend und anregend der Vergleich von Lebensentwürfen sein kann, die der DEFA-Film in all ihrer Widersprüchlichkeit zu gestalten in der Lage war, wenn der Blick auf darauf unvoreingenommen ist.
Sich 42 Tage lang Geschichten zu erzählen, sich der Auseinandersetzung mit DEFA-Filmkunst zu stellen und sie auch noch mit zwei dicken Katalogbänden zu begleiten, ist harte Arbeit. Dafür bedanken wir uns.

(Fotos: Horst Redlich)

Stiftungspreise 2001:

Preis zur Förderung der deutschen Filmkunst: Andreas Dresen


Preis zur Förderung des künstlerischen Nachwuchses: Susanne Schüle; Stanislaw Mucha

Programmpreise: Thüringer Filmbüro, Kromsdorf; Filmbetriebe Adrian Kutter, Biberach; Filmarchiv Austria, Wien